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Geschichte

Immer wenn Jarvan III., der König von Demacia, eine seiner Ansprachen vom glänzenden Marmorbalkon auf dem königlichen Palast hält, steht Xin Zhao neben ihm. Als persönlicher Diener der Lichtschild-Dynastie wird er auch als Seneschall von Demacia bezeichnet. Seine rätselhafte, ruhige Wachsamkeit führte zu einer Reihe von Vermutungen über sein „geheimes Leben“ und seine Herkunft. Sei es als „Doppelagent von Zhaun“, der sich am Esstisch andient, oder als „in Schuld stehender Runenmagier“, der in den Ausgaben von „Feste Größe Demacias“ sinniert - Xin Zhao gibt keinerlei Hinweise preis, die die Neugier der Massen befriedigen könnten ... und das mit gutem Grund.

Vor der Bildung der Liga der Legenden war Noxus bekannt für ein Spektakel namens „Die Zerfleischung“. Es war ein Gladiatorwettbewerb mit einer grausamen Regel: jedes Mal, wenn ein Kämpfer einen Kampf gewann, erhöhte sich die Anzahl der Gegner (in der Regel Kriegsgefangene), gegen die er im nächsten Kampf gleichzeitig kämpfen musste. Dies bedeutete in der Regel den Tod eines jeden Wettkämpfers, aber dafür mit einem unvergleichlichen Ruhm. Xin Zhao, damals bekannt als Viscero, wurde für einen Kampf gegen 300 Soldaten vorgesehen, fast 6-mal soviel wie der bisherige Rekord. Dies war offensichtlich als sein letzter Kampf geplant. Jarvan II., der von dieser geplanten unvergleichlichen Meisterleistung hörte, infiltrierte die Arena um ihm eine Alternative anzubieten: Demacia dienen und jene bestrafen, die ihn unausweichlich zum Tode verurteilt hatten, als Gegenleistung für seine Freiheit. Xin Zhao, erstaunt dass ein König für ihn sein eigenes Leben riskierte, willigte ein. Im Schutze eines vereinbarten Angriffs von Demacia auf Noxus befreite Jarvan Xin Zhao und seine 300 vorgesehenen Gegner. Auf ihrem Rückzug fing Xin Zhao einen vergifteten Pfeil ab, der für Jarvan gedacht war. Diese loyale Tat eines Mannes, der sich keinen Gehorsam anderen gegenüber geschworen hatte, brachte ihm einen Platz an der Seite des Königs bis zu dessen Tod ein. Nun, da er seinem Sohn Jarvan III. dient, tritt Xin Zhao in einen neuen Ring: die Richtfelder, um für das Land zu kämpfen, das ihn aufgenommen hat, und um das Vermächtnis jenes Mannes zu ehren, der seinem Leben einen Sinn gegeben hat.

„"Der Tod ist unvermeidbar, man kann nur Niederlagen abwenden."”
— Demacianisches Handbuch der Waffen

Champion-Bewertung[1]

Kandidat: Xin Zhao Datum: 13. Juli, 20 CLE

BEOBACHTUNG

Xin Zhaos Präsenz, auch wenn sie durchaus zurückhaltend wirkt, scheint in der Großen Halle widerzuhallen, wenn er eintritt. Ein Ausdruck stoischer Bestimmung zieht sich über sein Gesicht, für ihn so alltäglich wie das Tragen seiner demacianischen Rüstung. Sein Markenzeichen – ein Pferdeschwanz – weht hinter ihm, weiße Strähnen, die mit jedem Flackern der Lampen schimmern. In einer Hand führt er einen mit Klingen besetzten Mauerbrecher, der in einen Speer verläuft. Er heuchelt das schwere Gewicht der Waffe, eine List gegenüber jenen mit scharfen Augen aber ungestümen Verstand.

Sein Blick schweift nie von der verzierten Tür in der Spiegelkammer ab, aber er hat jede Kleinigkeit der Halle analysiert, von den mit Dornen versehenen Säulenköpfen, die die Statue von Thurmit umgeben, bis hin zu den schleichenden Rissen, die sich durch die nördliche Mauer schlängeln. Er stolziert zu der Tür in einer Art und Weise, die auch hüfthoher Teer nicht hätte behindern können, und bleibt vor der über ihr eingelassenen Inschrift stehen.

Der wahre Gegner lauert im Inneren.

Auf eine Berührung hin öffnen sich die vor ihm liegenden Marmortürflügel zuvorkommend. Dahinter ergießt sich eine ausbreitende Dunkelheit, die sofort seine Beine umgibt, während sich die Türen weiter öffnen. Diese Düsternis – Schwaden der angeschirrten Essenz der Dunkelheit – absorbiert das Licht und wirft negative Schatten auf die äußeren Bereiche des Zugangs. Unbeeindruckt von diesem Zauber tritt Xin Zhao in diese völlige Schwärze ein, die ihn schon kurz darauf völlig umgibt.


BETRACHTUNG

Die Abwesenheit von Licht scherte Xin Zhao nicht besonders; er wurde schon in früheren Kämpfen vorübergehend geblendet. Er fasste sich an die Stirn, seine Finger über eine Narbe streifend, die vom Rand eines demacianischen Schilds stammte, wodurch er an das Gefühl des in seine Augen rinnenden Blutes erinnert wurde. Die Wunde war eine bleibende Erinnerung an den Mann, den die noxianischen Akten Knochenmahler nannten.

Ein lustiger Name, wirklich. Sie hätten ihn Pfeifer nennen sollen.

Eine Zahnlücke sorgte dafür, dass der Pfeifer mit jedem Ausatmen pfiff, ein Effekt, der ziemlich lächerlich wirkte, wenn er schnaufte. Xin Zhao hatte sich des Pfeifers gewandt entledigt, auch wenn ihn sein Übermut durch einen blendenden Schildschlag verging. Er konnte noch immer das schicksalsbehaftete Kampfgeschrei des Pfeifers – zusammen mit seinen absurden Pfiffen – inmitten tausender blutdurstiger Schaulustiger, den Besuchern der Zerfleischung, vernehmen. Der ihm vertraute und beißende Gestank der Arena war noch in seiner Nase, der Gestank der auf dem Boden tropfenden Galle der erschlagenen und überall verstreuten Kontrahenten. Er konnte durch Schlitze des demolierten Helms noch immer die Augen des Pfeifers wahrnehmen, die vor Zorn glühten, als er einen Schlag mit seinem Breitschwert andeutete und seinen Schild vorbereitend erhob.

Was war das? Er konnte ihn sehen. Er konnte diesen Geist der Vergangenheit vor sich sehen.

Es war ein verwirrender Sinneseindruck, zu erleben, wie sich ein Bild des Verstandes in der Realität manifestierte. Xin Zhao hatte kaum Zeit genug sich zu ducken, das Turmschild durchzog die gesamte Länge seines Haarschopfs. Instinktiv tauchte er ab, wodurch er kurzerhand auf seine Hüften fiel und so nur knapp einem wirbelnden Schnitt des Pfeifers entkam. Entschlossen griff er mit seiner rechten Hand zu, um sich des sicheren Griffs seines Speers zu versichern, doch seine Finger fanden nur seine leere Handfläche vor. Wie wurde er entwaffnet? Die Menge über ihnen lechzte nach Blut. Xin Zhao blickte nach oben und erspähte etwas, was er in einem früheren Leben gesehen hatte. Der Pfeifer stürzte los, um von der Verwirrung seines Gegners zu profitieren. Den vorbereiteten tödlichen Hieb seines Schwerts verhüllte er währenddessen hinter seinem ramponierten Schild. Im Sand sitzend traf dies Xin Zhao unvorbereitet, zu spät um auszuweichen, zu spät um nachzudenken.

Die Klinge des Pfeifers drang in das Fleisch zwischen Xin Zhaos Augen, wobei deren Spitze seinen Schädel berührte. Stur vor sich hin starrend fokussierten seine Augen das andere Ende der feindlichen Klinge, wo er seine eigene, geballte linke Hand vernahm, aus der ein blutroter Tropfen entlang seines Armes lief. Er hätte fast gekichert. Während sein Verstand taumelte und verzweifelt versuchte, mit den letzten Ereignissen mitzuhalten, ließ ihn sein immer wachsamer Körper nie im Stich.

Mit einer einzigen Bewegung gelangte Xin Zhao wieder auf die Beine und seine rechte Hand zerschlug entschlossen die Klinge. Er bemerkte einen Pfiff der Überraschung, als er sich bewegte. Seine linke Hand – noch immer einen Teil der zerteilten Klinge haltend – schnellte nach vorne und durchstieß die bereits vom Kampf gezeichnete Seite von Pfeifers Helm. Ein tiefer, nasser Klang war kurz vor dem ohrenbetäubenden Jubel der Massen zu hören.

Zu Xin Zhaos Schrecken stürzte der Pfeifer nicht wie erwartet zu Boden; stattdessen setzte er sich ruhig nieder. Xin Zhao zog sich in eine defensive Haltung zurück, aber der Pfeifer zog nur das Bruchstück aus seinem Auge und warf seinen Helm von sich. Xin Zhao fiel auf die Knie als er das blutüberströmte Gesicht seines einstigen Mentors, König Jarvan II. von Demacia, erkannte. Jarvan lächelte angesichts Xin Zhaos Bedrängnis.

„Warum willst du der Liga beitreten, Xin Zhao?“ Das Pfeifen war verschwunden.

Xin Zhaos Stimme berstete: „Welche Art von Gaunerei ist dies?“

„Beantworte meine Frage.“

„Ich repräsentiere Demacia … und seinen … wahren König.“ Ein Teil von Xin Zhao war sich bewusst, dass dies ein grausames Trugbild war, aber das Gewicht seines Herzen überwog der Logik.

„Um euren Erzfeind, Noxus, zu besiegen?“

„Um die besten Werte Demacias zu vertreten.“

Stille folgte. „Wie fühlt es sich an, seine Gedanken nicht verstecken zu können?“ Das verstümmelte Auge zuckte, als es offensichtlich versuchte, Xin Zhaos Reaktion zu erkennen.

Schrecken ohne Gleichen … „Nicht was ich erwartet habe.“

„Schrecken ohne Gleichen? Wirklich?“ Jarvan deutete auf die Leichen überall um sie herum. „Und du hast so viel in deinem Leben erlebt, womit du es vergleichen könntest.“

„Ich hatte genug von dem. Habe ich deinen Test nun bestanden?“ Xin Zhao war des Spiels müde, müde davon, verwundbar zu sein.

„Wir sind fertig, Xin Zhao, aber du wirst schon bald herausfinden, dass der wahre Test noch nicht begonnen hat.“

Die Arena und das grinsende, einäugige Gesicht Jarvans entschwanden in einem Schwall schwarzen Rauchs. Xin Zhao fand sich selbst inmitten der beengten Vorkammer eines langen Korridors wieder, von dem er wusste, dass er ihn zur Liga führen würde. Hinter ihm schwangen die verzierten Marmortüren sachte auf, um ihn den Rückzug anzubieten.

Er wollte aufgeben. Er wollte kehrt machen und gehen, nie wieder einen Blick auf diesen Ort werfen. Stattdessen hörte er die Stimme Jarvans in seinem Kopf. Dieses Mal wusste er, dass es keine Illusion war.

„Diese Welt braucht Männer, die ein Gewicht der Verantwortung auf sich nehmen, unter dem andere zerbrechen würden. Du bist im Herzen ein Demacianer, Xin Zhao. Vertraue auf deine Stärke und deine Knie werden nie nachgeben.“

Xin Zhao erhob sich so hoch er konnte und marschierte in die Liga der Legenden.

Referenzen

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