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GeschichteBearbeiten

Alte Geschichte Bearbeiten

In der uralten Zivilisation von Shurima übte sich der Magier namens Xerath mit nie endender Hingabe in der Zauberei. Er war überzeugt davon, dass er, wenn er es nur schaffte, mit genügend magischer Kraft in das Herz von Runeterra zu blicken, die Geheimnisse der Geschichte und des Universums ergründen könne. Derlei Magie aber lag jenseits der Grenzen eines sterblichen Körpers und dennoch folgte Xerath unbeirrt und geradezu besessen dem Pfad zu unbegrenzter Macht. Zwar wurde er mit jedem Durchbruch immer und immer mächtiger, doch blieb sein Tun nicht folgenlos. Xeraths wachsende magische Fertigkeiten verursachten verheerenden Schaden an seiner Physis. In seiner Verzweiflung unterzog er sich einem gefährlichen Ritual, um über seinen sterbenden Körper hinauszuwachsen. Das Ergebnis war entweder die Unsterblichkeit oder die Zerstörung seines Selbst. In ganz Shurima wüteten die bei dem Ritual entfesselten magischen Energien und richteten schwere Schäden an, doch nachdem sich der Staub gelegt hatte, trat Xerath als weiterentwickeltes Wesen aus rein arkaner Energie hervor.

Von Fleisch und Knochen befreit, verfügte Xerath über nahezu unbegrenzte Macht. Im Angesicht des durch sein Ritual verursachten Chaos’ jedoch befürchteten die Magier Shurimas, dass seine leichtfertige Missachtung des Lebens das Königreich ins Verderben stürzen werde. In einem schrecklichen Ringen überwältigten sie Xerath, doch konnten sie seine höherentwickelte Gestalt nicht vernichten. Daher schlossen sie ihn in einen verzauberten Sarkophag und versiegelten diesen in einer Gruft. Äonen vergingen, Zivilisationen stiegen empor und zerfielen wieder und Xeraths Einkerkerung verschwand aus den Erinnerungen. Über Jahrhunderte rangen Xeraths gewaltige Kräfte mit denen des Sarkophags und schwächten seine Banne. Schließlich zerschmetterte er sein Gefängnis mit einem durch seinen Willen gelenkten Ausbruch magischer Energie, doch der Kern hatte Bestand und hielt Xerath und seine Macht in seinen Bruchstücken gefangen. Auf seiner Suche nach einer Möglichkeit, sich von dieser Last zu befreien, wurde er von der Magie in Valorans Nexus angezogen und fand heraus, dass er ihre Energie absorbieren konnte. Die Nexus jedoch hatten Torwächter: unbedeutende Magier, die als Beschwörer bekannt waren. Xerath wusste, dass der Schlüssel zu seiner vollkommenen Freiheit darin lag, ihr Vertrauen zu gewinnen und so bot er seine Macht der Liga der Legenden an.

„Mich dürstet nicht nach Rache. Die Zeit selbst war das Verhängnis der Magier Shurimas und ich allein verbleibe.”
— Xerath, der magische Aszendent

Neue Geschichte Bearbeiten

Xerath ist ein aufgestiegener Magier aus dem alten Shurima, ein Wesen voller arkaner Kraft, das sich in den zersplitterten Teilen eines magischen Sarkophags windet. Jahrtausende lang war er unter dem Wüstensand gefangen gewesen, doch als Shurima sich wieder erhob, wurde auch er aus seinem uralten Kerker befreit. Sein Machthunger hat ihn in den Wahnsinn getrieben und jetzt will er an sich reißen, was er als seinen rechtmäßigen Besitz ansieht. Die emporgekommenen Zivilisationen dieser Welt sollen nach seinem Willen neugeformt werden.

Der Junge, der später den Namen Xerath tragen sollte, wurde vor Tausenden von Jahren als namenloser Sklave in Shurima geboren. Er war der Sohn eines gefangengenommenen Gelehrten und ihm stand nicht viel mehr als endlose Knechtschaft in Aussicht. Seine Mutter lehrte ihn Lesen und Mathematik, während ihm sein Vater Geschichte näherbrachte in der Hoffnung, dass sein Wissen ihm eines Tages ein besseres Leben ermöglichen würde. Der Junge schwor sich, dass er nicht wie jeder andere Sklave ausgepeitscht und bucklig von der harten Arbeit enden würde.

Als der Vater des Jungen während der Grabungsarbeiten für das Fundament eines Denkmals für das Lieblingspferd des Imperators schwer verletzt wurde, wurde er einfach am Unfallort zum Sterben zurückgelassen. Die Mutter des Jungen hatte Angst, dass ihr Sohn ein ähnliches Schicksal ereilen könnte, und bat einen geschätzten Architekt, der auf Grabmäler spezialisiert war, ihn als Lehrling anzunehmen. Der Architekt zögerte zuerst, doch die Detailverliebtheit des Jungen und sein Gespür für Mathematik und Sprache beeindruckten ihn, und er stimmte zu. Der Junge sah seine Mutter nie wieder.

Er lernte schnell und sein Herr schickte ihn täglich auf Botengänge in die große Bibliothek von Nasus, um spezielle Texte und Pläne zu beschaffen. Auf einem dieser Botengänge traf der Junge Azir, den Sohn des Imperators, der stets übergangen wurde. Azir kämpfte mit einer schwierigen Passage in einem alten Text und obwohl er wusste, dass er den Tod riskierte, wenn er jemanden aus der Königsfamilie ansprach, half der Junge dem Prinzen mit der komplexen Grammatik der Sätze. Somit legte er den Grundstein einer zaghaften Freundschaft, die über die kommenden Monate immer stärker wurde.

Obwohl es Sklaven nicht erlaubt war, Namen zu tragen, gab Azir dem Jungen einen. Er nannte ihn Xerath, was so viel bedeutet wie „Derjenige, der teilt“. Natürlich gebrauchten sie den Namen nur, wenn sie unter sich waren. Azir sorgte dafür, dass Xerath ein Sklave seines Haushaltes wurde, und machte ihn zu seinem persönlichen Diener. Sie waren beide unglaublich wissbegierig und verschlangen gemeinsam regelrecht die Schriften der Bibliothek, bis sie sich so nahestanden wie Brüder. Xerath wich Azir nicht von der Seite, lernte so viel er konnte über Kultur, Macht und Wissen, und wagte davon zu träumen, dass Azir ihm eines Tages die Freiheit schenken würde.

Auf der jährlichen Rundreise des Imperators durch sein Reich überfielen Assassinen die königliche Karawane, als sie die Nacht über an einer wohlbekannten Oase Rast machten. Xerath rettete Azir vor der Klinge eines Meuchelmörders, doch Azirs Brüder ließen alle ihr Leben. Damit war der Thron von Shurima für den jungen Prinzen in greifbare Nähe gerückt. Als Sklave konnte Xerath keine Belohnung für seine Tat erwarten, doch Azir versprach, dass sie eines Tages Brüder sein würden.

Nach dem Mordversuch musste Shurima Jahre voller Angst und Schrecken ertragen, während der Imperator auf Rache aus war. Xerath wusste genug über den Lauf der Geschichte und die Dynamik des shurimanischen Hofes, um zu begreifen, dass Azirs Leben an einem seidenen Faden hing. Er mochte zwar Thronerbe sein, doch der Imperator hasste Azir und nahm es ihm übel, dass er am Leben geblieben war, während seine geliebten Söhne gestorben waren. Die Frau des Imperators stellte eine noch unmittelbarere Gefahr dar. Sie war jung genug, um Kinder zur Welt zu bringen, und hatte bisher viele gesunde Söhne geboren. Die Chancen, dass sie ihrem Mann einen weiteren männlichen Erben schenken würde, standen gut. Doch sollte dies geschehen, wäre Azirs Leben verwirkt.

Obwohl Azir im Herzen ein Gelehrter war, überzeugte Xerath ihn davon, dass er lernen musste, sich zu verteidigen, wenn er überleben wollte. Also widmete Azir sich den Waffen und der junge Erbe sprach Xerath einen höheren Rang zu, damit dieser seine Ausbildung weiter voranbringen konnte. Beide Jugendliche leisteten Großes und Xerath stellte sich als außerordentlich begabter Schüler heraus, der mit großer Leidenschaft nach mehr Wissen strebte. Xerath wurde Azirs Vertrauter und rechte Hand, ein Privileg, das bisher noch keinem anderen Sklaven zuteilgeworden war. Seine Stellung verlieh ihm großen – und wie einige meinten unverhältnismäßigen – Einfluss auf den jungen Prinzen, der sich mit jedem vergangenen Tag mehr auf Xeraths Urteil verließ.

Xerath strebte mit aller Macht nach immer größerem Wissen, wo immer er es auftreiben konnte, ganz egal der Preis, ganz die Quelle. Er öffnete lang versiegelte Bibliotheken, stürzte sich in vergessene Grüfte und konferierte mit Mystikern, die sich unter den Sanden versteckt hielten. Sein Wissen und sein Ehrgeiz wuchsen mit unkontrollierter Geschwindigkeit. Jedes Mal, wenn am Hofe Gerüchte über die zwielichtigen Orte aufkamen, die er besuchte, fand er Möglichkeiten, unangenehme Stimmen zum Schweigen zu bringen. Azir erwähnte diese Gerüchte nie und Xerath nahm dies als Hinweis darauf, dass Azir mit den Methoden zufrieden war, die Xerath anwandte, um seine Sicherheit zu gewährleisten.

Die Jahre vergingen und Xerath unternahm immer extremere Schritte, um zu verhindern, dass die Frau des Imperators eine Schwangerschaft zu Ende brachte. Mit seiner erstarkenden Magie korrumpierte er jeden Fötus im Mutterleib. Ohne Rivalen, die ebenfalls nach dem Thron streben konnten, war Azir sicher. Als Stimmen laut wurden, die von einem Fluch sprachen, stellte Xerath sicher, dass sie sogleich verstummten, und oft wurden die Unglücklichen, die einen solchen Verdacht geäußert hatten, nie wieder gesehen. Mittlerweile war Xeraths Bestreben danach, seinen Wurzeln als Sklave zu entkommen, zu dem brennendem Ehrgeiz herangewachsen, selbst immer mehr Macht anzuhäufen. Und doch rechtfertigte er jeden Mord damit, dass er seinen Freund beschützen musste.

Trotz Xeraths Bemühungen, die Hebammen der Königin an ihrer Arbeit zu hindern, kam ein neuer shurimanischer Prinz zur Welt. In der Nacht seiner Geburt nutzte Xerath seine wachsende Zauberkraft dazu, die elementaren Geister der Wüste heraufzubeschwören und einen schrecklichen Sturm zu formen. Xerath ließ Blitz um Blitz auf die Gemächer der Königin niederfahren, bis nicht viel mehr als brennender Schutt von ihnen übrig war. Die Königin und ihr neugeborener Sohn fielen den Flammen zum Opfer. Der Imperator eilte in die Gemächer seiner Frau, wo ihn Xerath bereits erwartete. Aus seinen Händen schossen arkane Energien. Die Wächter des Imperators wollten sich auf ihn stürzen, doch Xerath verbrannte sie und den Imperator zu Häufchen schwelender Knochen. Xerath stellte sicher, dass die Magier eines eroberten Gebiets für die Tode verantwortlich gemacht wurden, und, sobald er den Thron bestiegen hatte, war Azirs erste Handlung, sich an ihrem Volk zu rächen.

Azir wurde zum Imperator von Shurima gekrönt, an seiner Seite Xerath, der Junge, der einst ein namenloser Sklave gewesen war. Xerath hatte lange von diesem Augenblick geträumt und erwartete von Azir, dass er die Sklaverei in Shurima abschaffen und ihn endlich zu seinem Bruder machen würde. Doch Azir tat nichts dergleichen, sondern dehnte die Grenzen seines Reiches weiter aus und ging nicht auf Xeraths Versuche ein, das Thema Sklavenhaltung anzusprechen. Für Xerath war dies ein weiterer Beweis für Shurimas moralische Korruption und er warf Azir wütend vor, dass er sein Versprechen gebrochen hatte. Azir erinnerte Xerath mit hartem, unerbittlichem Gesicht, dass er ein Sklave war und seinen Platz kennen sollte. An diesem Tag verlor Xerath das letzte Bisschen an Großherzigkeit, das ihm noch geblieben war, doch er verbeugte sich in einer Geste der Unterwerfung und akzeptierte nach außen hin Azirs Entscheidung. Während Azir seine Eroberungen fortsetze, blieb Xerath an seiner Seite, doch alle seine Handlungen waren darauf ausgerichtet, seinen Einfluss über ein Reich zu mehren, das er nun selbst zu übernehmen gedachte. Ein Reich zu stehlen war nicht trivial und Xerath wusste, dass er mehr Macht benötigte.

Die berühmte Legende von Renektons Aufstieg besagte, dass ein Sterblicher nicht von den Sonnenpriestern gewählt werden musste. Jeder konnte aufsteigen. Also plante Xerath, sich die Macht des Aufstiegs anzueignen. Keinem Sklaven war es erlaubt, vor der Sonnenscheibe zu stehen, und so nährte er das Ego des Imperators, sprach seine Eitelkeit an und setzte ihm unmögliche Visionen von einem allesumspannenden Weltreich in den Kopf. Doch dieser Traum würde nur Wirklichkeit werden, sollte Azir zu einem Aufgestiegenen werden, wie die größten Helden Shurimas vor ihm. Mit der Zeit zahlte sich Xeraths Beharrlichkeit aus und Azir verkündete, dass er das Ritual des Aufstiegs durchführen würde und dass er sich das Recht dazu verdient hätte, als Aufgestiegener neben Nasus und Renekton zu stehen. Die Sonnenpriester protestierten, doch Azirs Hochmut war so groß, dass er unter Androhung von Todesschmerzen befahl, seinen Anweisungen Folge zu leisten.

Nasus und Renekton wohnten der Veranstaltung des Tages nicht bei, da Xerath eine Ablenkung für sie vorbereitet und das Siegel eines magischen Sarkophags geschwächt hatte, der eine Kreatur lebenden Feuers enthielt. Als die Kreatur sich endlich ihrer Fesseln entledigte, konnten es nur Renekton und Nasus mit ihr aufnehmen. Auf diese Weise hatte Xerath Azir die einzigen beiden Wesen genommen, die ihn vor seinem Schicksal hätten bewahren können.

Azir stand unter der Sonnenscheibe, doch bevor die Priester das Ritual begannen, geschah etwas, womit Xerath in keiner Weise gerechnet hatte. Der Imperator drehte sich zu Xerath um und sagte ihm, dass er von nun an ein freier Mann sei. Er entließ ihn und alle Sklaven Shurimas aus den Ketten ihrer Knechtschaft. Dann umarmte er Xerath und nannte ihn seinen ewigen Bruder. Xerath war sprachlos. Ihm war alles gegeben worden, was er jemals ersehnt hatte, doch der Erfolg seines Plans hing von Azirs Tod ab und nichts würde ihn von seiner Ausführung abhalten. Zu viele Teile des Getriebes waren bereits in Bewegung gesetzt worden und Xerath hatte zu viel aufgegeben, um jetzt noch umzukehren – ganz egal, wie sehr sich dies ein Teil von ihm wünschte. Die Worte des Imperators durchdrangen die Bitterkeit, die Xeraths Herz umgab, doch kamen sie Jahrzehnte zu spät. Azir war sich der Gefahr nicht bewusst, in der er schwebte, und drehte sich um, als die Priester das Ritual begannen, um die ehrfurchtsgebietende Kraft der Sonne herabzubeten.

Er nahm Azirs Platz ein und das Licht der Sonne erfüllte ihn, als es ihn zu einem aufgestiegenen Wesen wandelte. Doch die Macht des Rituals war nicht für ihn bestimmt gewesen und die Konsequenzen, die sein Verrat an Azir mit sich brachten, waren verheerend. Die entfesselte Kraft der Sonne vernichtete ganz Shurima, riss seine Tempel entzwei und ließ nichts als Ruinen von der Stadt zurück. Azirs Volk wurde von einer schrecklichen Feuersbrunst verzehrt, als die Wüste sich erhob und die Stadt für sich beanspruchte. Die Sonnenscheibe stürzte herab und ein Reich, das über Generationen von Imperatoren erbaut worden war, war an einem einzigen Tage ausgelöscht worden.

Selbst als die Stadt in Flammen stand, hielt Xerath die Sonnenpriester noch mit seiner Magie gefangen und ließ nicht zu, dass sie das Ritual abbrachen. Die Energien, die ihn erfüllten, waren unermesslich stark und verschmolzen mit seiner dunklen Zauberkraft, um ein unglaublich mächtiges Wesen zu erschaffen. Je mehr er von der Macht der Sonne in sich aufnahm, desto weniger wurde sein sterbliches Fleisch, bis er schließlich als ein Wirbel aus arkaner Energie neu hervorging.

Nachdem Xeraths Verrat bekannt geworden war, eilten Renekton und Nasus zum Epizentrum des magischen Sturms, der in der Stadt tobte. Sie trugen den magischen Sarkophag bei sich, in dem der Geist ewigen Feuers eingeschlossen gewesen war. Noch bevor der neuaufgestiegene Magier reagieren konnte, schleuderten sie seinen knisternden Körper in den Sarkophag und versiegelten ihn erneut mit geweihten Ketten und mächtigen, bindenden Siegeln.

Doch es war nicht genug. Xerath war bereits als Sterblicher unfassbar mächtig gewesen und diese Macht hatte ihm im Zusammenspiel mit dem Geschenk des Aufstiegs unbesiegbar gemacht. Er ließ den Sarkophag zerbersten, doch die Splitter und Ketten blieben an ihm haften. Renekton und Nasus warfen sich auf Xerath, jedoch war seine neugeschöpfte Kraft so groß, dass er sie beide in Schach halten konnte. Ihr Kampf tobte durch die einstürzende Stadt und vernichtete, was noch nicht unter dem Sand begraben war. Die Brüder konnten Xerath zum Grab der Imperatoren zerren, dem größten Mausoleum von Shurima, eine Gruft, deren Schlösser und Schutzzauber nicht gebrochen werden konnten und die nur dem Blut des Imperators gehorchten. Renekton zwang Xerath hinein und befahl Nasus, den Kerker hinter ihnen zu versiegeln. Schweren Herzens tat Nasus, wie ihm geheißen worden war. Er wusste, dass dies der einzige Weg war, Xerath an der Flucht zu hindern. Renekton und Xerath stürzten in ewige Finsternis und dort blieben sie in einen ewigen Kampf verwickelt, als die einst so stolze Zivilisation von Shurima in sich zusammenfiel.

Unzählige Jahrhunderte vergingen und mit der Zeit schwand Renektons mächtige Kraft, so dass er nicht mehr vor Xeraths Einfluss geschützt war. Mit vergifteten Lügen und Blendwerk verdrehte Xerath Renektons Geist und erfüllte ihn mit unverdienter Bitterkeit gegen Nasus, den treulosen Bruder, der ihn, gemäß Xeraths gesponnener Lüge, vor langer Zeit im Stich gelassen hatte.

Als das Grab der Imperatoren letzten Endes unter dem Wüstensand wiedergefunden wurde, und Sivir und Cassiopeia es aufbrachen, wurden Xerath und Renekton mit einer Explosion aus Sand und Geröll befreit. Renekton spürte, dass sein Bruder noch am Leben war, und ließ die Ruinen hinter sich. Sein gefolterter Verstand war nicht zu viel mehr fähig als der eines wilden Tieres. Nach einem Zeitalter, das Legenden anheim gefallen war, wurde Shurima neugeboren. Und als es sich majestätisch aus dem Sand erhob, fühlte Xerath, wie eine weitere Seele unter dem Sand ins Leben zurückkehrte. Eine Seele, die er lange für tot gehalten hatte. Azir war nun auch als Aufgestiegener zum Leben erweckt worden und Xerath wusste, dass es für keinen von beiden Frieden geben würde, während der andere am Leben war.

Xerath suchte das Herz der Wüste auf, um seine Stärke wiederzugewinnen und zu verstehen, wie sich die Welt in den Jahrtausenden, die seit seiner Gefangennahme vergangen waren, verändert hatte. Seine verlorenen Kräfte wuchsen mit jedem Augenblick an und er befand, dass diese Welt förmlich um eine Eroberung bettelte. Es wimmelte nur so von Sterblichen, die darauf warteten, einen neuen und schrecklichen Gott anzubeten.

Trotz all seiner neuen Stärke und ganz egal, wie weit er den namenlosen Sklavenjungen hinter zurückgelassen hat, ist sich Xerath doch bewusst, dass er immer noch in Ketten liegt. ENTFESSELT Dies war der Augenblick.

Dieser Moment, der ihn so viel gekostet, der lebenslange Planung erfordert hatte. Ein korruptes Reich und sein herumstolzierendes Prinzlein würden schon bald unter dem lächerlichen Sonnensymbol fallen, dem sie beide so blind vertrauten. Der Schlüssel zur Unsterblichkeit, der eifersüchtig gehütet und kaum gewährt wurde, würde ihm gehören. Er würde ihn stehlen, während die ganze Welt dabei zusah. Ein einziger Augenblick vollkommener Rache, der den Sklaven namens Xerath befreien würde.

Der Helm seines Herren gab keine menschlichen Gesichtszüge preis. Xerath wusste, dass das sorgfältig verzierte Metall nicht in gleicher Weise antworten konnte, doch er lächelte dem seelenlosen Falken mit echter Freude entgegen. Ein Leben in Knechtschaft, zuerst für einen wahnsinnigen Imperator und jetzt für einen eitlen, endlose Manipulationen für und gegen den Thron, die fatale Suche nach Wissen, dessen sich kaum noch jemand entsann, die ihn fast vollkommen verzehrt hatte – all dies führte zu dieser grotesken Maskerade des Aufstiegs.

Das Wort an sich war eine Beleidigung, wenn man es laut aussprach: Wir steigen auf und ihr bleibt an zerborstenen Stein gekettet, während der Sand der Zeit euch alle verschlingt. Nein. Niemals mehr. Die auserwählten, goldenen Herren würden nicht die Umarmung der Sonne erfahren und zu Göttern werden. Stattdessen würde es ein Sklave sein. Ein einfacher Sklave, ein Junge, der einst das Pech hatte, ein adeliges Kind im Sand zu retten.

Und für diese Sünde war Xerath mit einem schrecklichen Versprechen bestraft worden, das ihn in den Wahnsinn trieb: Freiheit. Unerreichbar. Verboten. Sollte der Gedanke auch nur kurz durch den Geist eines Sklaven zucken, würde er mit dem Tod bestraft werden, da die Aufgestiegenen durch Fleisch und Knochen tief in die Seele eines jeden blicken und das schwache, verräterische Glühen erkennen konnten. Und doch, hier war es, ausgesprochen von dem jungen Prinzlein, das er in Mutter Wüste vor den Launen des Schicksals bewahrt hatte. Azir, die goldene Sonne, schwor, dass er seinem Retter und Freund die Freiheit schenken würde.

Ein Versprechen, das er bis zum heutigen Tage nicht eingelöst hatte. Die Worte eines dankbaren Kindes, so unschuldig und unwissend, welche Auswirkungen sie haben würden. Wie hätte Azir sich gegen Jahrtausende lange Knechtschaft stellen sollen? Wie hätte er gegen Tradition, seinen Vater, seine Bestimmung bestehen sollen?

Letzten Endes würde der junge Imperator alles verlieren, weil er sein Wort gebrochen hatte.

Xerath war ein hoher Rang zugesprochen und gut ausgebildet worden, bis er Azirs Vertrauter und rechte Hand wurde – doch niemals ein freier Mann. Das bittere Versprechen fraß sich in sein Wesen und ließ dem Mann, der er hätte sein können, keine Chance. Da ihm eine kleine, einfach Banalität verwehrt blieb, nämlich das Recht sein eigenes Leben zu leben, beschloss Xerath, sich alles zu nehmen, all die Dinge, die ihm verboten waren und die er eigentlich verdient hätte: das Reich, der Aufstieg und die absolut reinste Form von Freiheit überhaupt.

Mit jedem Schritt, den er auf den unerhört pompösen Altar des Aufstiegs zumachte, und auch als er sich respektvoll hinter seinen Imperator stellte, der von den dümmlichen Wachen umgeben war, die Shurima eigentlich beschützen sollten, fühlte sich Xerath immer leichter, was ihn aufrichtig erschreckte. Freute er sich? Kann Rache für Freude sorgen? Das Gefühl war beinahe körperlich.

In diesem Augenblick hielt die übermäßig verzierte, goldene Rüstung, in der sein Peiniger steckte, abrupt an. Und drehte sich um. Und kam auf Xerath zu.

Ahnte er etwas? Wie könnte er? Dieser verwöhnte, selbstbezogene Bengel? Dieser selbstgerechte, Mitgefühl vortäuschende Imperator, dessen Hände so blutig waren wie Xeraths eigene? Selbst wenn dem so war, der Todesstoß, der bereits in Bewegung geraten war, konnte nicht mehr aufgehalten werden.

Xerath war auf alle Eventualitäten vorbereitet. Er hatte Jahrzehnte lang bestochen, getötet, ausmanövriert und Pläne geschmiedet – er hatte sogar die monströsen Brüder Nasus und Renekton mit einer List dazu gebracht, dem Spektakel fernzubleiben – doch auf das, was nun folgte, war er nicht vorbereitet.

Der Imperator von Shurima, die goldene Sonne, Liebling von Mutter Wüste, bald schon Aufgestiegener, nahm seinen Helm ab, zeigte seine stolze Stirn und lächelnden Augen, und drehte sich zu seinem ältesten Freund um, dem er sein Leben verdankte. Er sprach von Bruderliebe, Freundschaft, gewonnenen und verlorenen Schlachten, Familie, Zukunft und schließlich … Freiheit.

Bei diesen Worten umgaben die Wachen Xerath und kamen mit gezogenen Waffen näher.

Also wusste das Prinzlein Bescheid. War Xeraths Plan durchkreuzt worden?

Doch die Narren in ihren Rüstungen salutierten ihm. Sie bedrohten ihn nicht, sie ehrten ihn. Gratulierten ihm.

Zu seiner Freiheit.

Sein gehasster Herr hatte ihm soeben die Freiheit geschenkt – er hatten ihnen allen die Freiheit geschenkt. Kein Bewohner Shurimas würde jemals wieder Ketten tragen. Azirs letzte Handlung als Mensch war es, sein Volk zu befreien.

Das Brüllen der Menge brachte die Grundfesten zum Erzittern und ließ jegliche Antwort untergehen, die Xerath gehabt haben könnte. Azir setzte erneut seinen Helm auf und schritt auf den Altar zu, seine Diener bereiteten ihn auf das Göttertum vor, das er niemals erreichen würde.

Xerath stand im Schatten der monomentalen Sonnenscheibe und wusste, dass der Untergang des Reiches in Sekundenbruchteilen bevorstand.

Zu spät, mein Freund. Zu spät, mein Bruder. Viel zu spät für uns alle.
„„Mein Leben lang war ich ein Sklave, jetzt bin ich auf ewig euer Herr und Meister.“”
— Xerath, der magische Aszendent

Liga-Beurteilung(Alte Geschichte) Bearbeiten

Kandidat: Xerath
Darum: 04. Oktober, 20 CLE

BEOBACHTUNG

Abgesehen von der entfernt humanoid aussehenden Gestalt im Inneren der zerborstenen Überreste seines Sarkophags gibt es nur wenige Hinweise darauf, dass das Wesen namens Xerath jemals ein Mensch gewesen ist. Seine Ausstrahlung ist kalt und gefühllos, von der eisernen Maske, die man sein Gesicht nennen könnte, ist nichts abzulesen.

Er hält nicht inne, um die Halle um ihn herum zu betrachten. Xerath geht auf die massiven Türen zur Kammer der Betrachtung zu und mit einer schnellen Bewegung seines Armes öffnen sie sich vor ihm.

BETRACHTUNG

Die Türen hatten sich gerade hinter Xerath geschlossen, als ein Sandsturm ihm die Sicht nahm. Heftiger, stechender Wind umgab ihn und er stellte mit Schrecken fest, dass dieser begann, sich durch seinen Körper zu fressen. Die zertrümmerten Teile seines Sarkophags zerfielen zu Sandkörnern. Schlimmer noch, Xerath fühlte, wie er schwächer wurde. Als sein Gefängnis im Sturm verschwand, löste sich auch seine Gestalt aus arkaner Energie auf, und wurde durch Fleisch und Knochen ersetzt.

Die Zeit hatte sich gegen ihn gewandt. Er war wieder menschlich.

Um ihn herum nahm der Sturm in der Dunkelheit Gestalt an. Er erkannte die Sandsteinmauern und die Statuen, die vom Boden bis zur Decke reichten. Diese majestätischen Figuren pressten Zepter an ihre Brust und ihre mit Gold verzierten Augen blickten ewig auf jene herab, die unter ihnen waren. Er war im Tempel des Falken, in dem alle Magier Shurimas ihr Handwerk ausübten.

In Xeraths Jugend maßen sich Gleichaltrige unter den Blicken ihrer Vorfahren in den magischen Künsten miteinander. Sie warfen mit Feuer und Eis um sich und verwoben magische Energien zu Abbildern von Klingen und schufen so aus arkanen Kräften Waffen. Dies war der Weg der Magier: die größten Meister der Zauberei standen siegreich über den von ihnen bezwungenen Feinden Shurimas.

Still sah Xerath auf die Wand des Tempels, hingerissen vom Lichtspiel ihrer Zaubersprüche. Nichts weckte seinen Durst nach Verständnis so sehr wie das reine Arkane. Sein fahler Glanz zog ihn in seinen Bann und er wusste, in seiner Tiefe lagen tausende Geheimnisse verborgen.

„Weshalb gesellst du dich nicht zu ihnen, Xerath?“

Die Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. Tabia, eine seiner Magierkolleginnen, stand neben ihm. Ihr plötzliches Erscheinen und der Anblick ihres Lächelns ließ ihn für einen Moment stottern: „Ähm, ja … es gibt da ein paar Unterschiede.“

„Du bist ein Magier aus Shurima“, sagte Tabia. Sie kam näher zu ihm. „Wir beschreiten denselben Weg. Welche Unterschiede meinst du?“

„Die Art wie sie ihre Magie verweben“, antwortete er, während er seinen Blick wieder auf die anderen Magier richtete. „Sie stellen damit Waffen her, doch sie verstehen nichts. Je mehr Kontrolle du dem Arkanen aufzwingst, desto mehr verlierst du die wahre Verbindung dazu.“

„Magie ist chaotisch. Du kennst die Lektionen. Ohne die führende Hand eines Magiers können wir nur hoffen, kontrollieren zu können, was das Arkane zerstört und was nicht.“

„Ja, aber wenn reine Macht das ist, was wir wollen …“ Xerath machte eine hohle Hand.

In der Beuge seiner schlanken Finger entzündete sich eine blauviolette Flamme. Er wusste, er konnte sie nach seinem Wunsch formen, doch er ließ sie einfach brennen.

Nach nur einem leichten Impuls wuchs die Flamme von selbst an. Schon bald brannte sie lichterloh in seiner Hand und ihre rohe Kraft durchströmte ihn und erwärmte sein Innerstes.

„Alles was es braucht, ist ein Gefäß“, sagte er.

Er hob seinen Blick von der Flamme, und bemerkte, dass Tabia ihn ansah, nicht seine Magie. Sie lächelte erneut und ihre Schönheit ließ seinen Verstand sich vom Arkanen abwenden. Zwischen ihnen wuchs die Flamme an …

… und dann begann die Realität um ihn herum zu verschwimmen.

Der Tempel verfinsterte sich und Tabias Gesicht entzog sich seines Blickes. Für einen Moment erinnerte er sich an den Trick des Beschwörers und die Kriegsakademie, doch der Schmerz sog ihn zurück in eine andere Erinnerung.

Bloße, grenzenlose Kraft ließ ihn vom innen heraus entflammen. Tief drin in seinem Innersten spürte er eine glühende Qual, wo das Feuer zu heiß brannte und drohte, sich seinen Weg zur Oberfläche zu brennen, ihn zu verschlingen und zu zerstören.

Das Arkane benötigte ein Gefäß … doch seine zerbrechliche menschliche Gestalt konnte nur eine bestimmte Menge aufnehmen.

Xerath verzog das Gesicht. „Ich werde nicht zulassen, dass dieser sterbliche Körper mich aufhält.“ Er streckte seine Hand aus. Arkanes Feuer sprang von seinen Fingerspitzen und loderte kraftvoll auf, als es sich zu Runen formte, die für kurze Zeit in der Luft schwebten.

Die brennende, grellweiße Magie wuchs schnell zu einem tosenden Wind um ihn herum an. Eine Statue der Ahnen zersprang und ihre Splitter fielen auf den Boden, wodurch das Fundament des Tempels zu beben begann. Es bedurfte seiner ganzen Kraft und Willensstärke, den Zauber im Zaum zu halten. Selbst dann dehnte er sich aus, flackerte und drohte, loszubrechen.

Doch eine Stimme erhob sich über dem Chaos. „Xerath! Halt!“

Tabia.

Xerath verlor fast die Kontrolle über das Ritual, als er sich in Richtung ihrer Stimme wandte. Sie stand am Fuße eines Magierahnen, ihr dunkles Haar ein kontrastreicher Rahmen ihres blassen, wunderschönen Gesichts.

„Das darfst du nicht tun“, schrie sie, während ihre Augen furchtlos aufflammten. „Es wird dich verschlingen. Es tötet dich bereits und du würdest ihm nur noch dabei helfen!“

„Tabia“, bat Xerath mit kratziger und zitternder Stimme. „Bitte, du verstehst nicht …“

Die wirbelnde arkane Energie wand sich und pulsierte über ihnen wie ein Sturm. Xerath spürte, wie sie sich seinem Griff immer weiter entzog.

„Du brauchst das nicht“, sagte sie und auch in ihrer Stimme war ein Flehen zu vernehmen. „Hör damit auf, jetzt, dann kannst du heilen. Du kannst wieder leben. Ich kann dir helfen.“ Sie hielt inne. „Komm nach Hause.“

Xeraths Willen war erschüttert. Vielleicht hatte sie Recht. Er stellte sich vor, wie er zu Hause war, für immer weit fort von den Magiern und dem Arkanen – und all dem Schmerz, den es ihm bereitet hatte. Wie es ihn von innen her zerfressen hatte. All dies vorbei. Vielleicht …

Tabia wollte etwas sagen, doch Xerath konnte sie nicht hören. Die Statue über ihr zerbarst und begann in sich zusammenzustürzen.

„Tabia! NEIN!“

Beim Klang von Tabias Schrei begannen auch die übrigen Statuen und die Tempelmauern, unter der Kraft von Xeraths Zauber einzustürzen. Er hatte die Kontrolle verloren. Im Zentrum bedeckte er sein Gesicht mit seinen Händen und schrie qualvoll ihren Namen. Seine kurze Vision von Zuhause und der Flucht vor dem Arkanen war in dem Moment verloren, in dem er die Kraft gefunden hatte, nach ihr zu greifen.

Es war zu spät, den Zauber aufzuhalten. Er würde auch ihn verschlingen und das Wissen darum ließ ihn erzittern. All sein Bemühen für nichts … alles, wofür er gearbeitet hatte, war verloren.

Es sei denn, er beendete das Ritual.

Er zögerte. Ein Teil von ihm wünschte sich, den Tod zu akzeptieren, ein größerer Teil jedoch erinnerte sich noch immer daran, was er vorhatte zu tun – etwas Größeres zu werden. Den sterblichen Körper in etwas zu verwandeln, vor dem andere Magier zurückscheuten.

Ihm war nichts anderes mehr geblieben, nur dies. Obwohl sein ganzer Körper vor Schwäche schmerzte, stählte sich Xerath.

Ich werde ewig währen … oder ich werde sterben.

Er erhob seine Arme und die sich windende Energiemasse über ihm nahm wieder eine Art Form an, doch sie breitete sich noch immer aus und zerstörte die übrigen Magierstatuen und die Mauern des Tempels. Xerath zog den Zauber mit aller Kraft, die er aufbringen konnte, in sich hinein, während er das, was er von dem in sich zusammenbrechenden Tempel um sich herum sah, ausblendete.

Für einen Moment konnte er im Chaos der arkanen Kräfte ein Ebenbild seiner Selbst sehen: einen blassen, ausgemergelten Mann, der viel älter aussah, als er tatsächlich war. Als der Zauber ihn umhüllte, waren Xeraths Augen voller Furcht.

Im nächsten Augenblick verebbte das Chaos. Xerath war wieder in der Kammer der Betrachtung und ein von einer Kapuze verhüllter Beschwörer stand vor ihm.

„All diese Macht“, sagte der Beschwörer. „Und nun bist du ein Gefangener.“

„Eine Unannehmlichkeit“, antwortete Xerath, wobei seine Stimme durch die Kammer hallte.

„Und doch nicht, was du dir vorgestellt hattest, als du die Kontrolle über diesen Zauberspruch an dich genommen hast. Fühlst du ein Bedauern, Magier?“

„Das tue ich nicht.“

Der Beschwörer blickte finster drein. „Du hast dich selbst, dein Volk und die Frau, die du liebtest geopfert – alles nur um der Macht willen. Macht, die du nicht länger erreichen kannst.“

„Wie ich bereits konstatierte“, fuhr Xerath fort, „eine Unannehmlichkeit. Keine Verdammnis. Ich werde frei sein.“

„Weshalb möchtest du der Liga beitreten, Xerath?“

Da hielt Xerath inne. „Die Bürde meines Gefängnisses wurde mir auferlegt, weil die Magier von Shurima nicht verstehen konnten, was es war, das ich verfolgte. Ich werde nicht zulassen, dass meine Ziele erneut missverstanden werden. Betrachte meine Zusammenarbeit mit deiner Liga, Beschwörer, als Zeichen des guten Willens.“

Der Beschwörer sah ihn einen Moment lang still an, bevor er ihm knapp zunickte. „Wie du sagst. Wie fühlt es sich an, wenn man seine Gedanken nicht verbergen kann?“

Xerath drehte sich um. „Ich bin nicht länger der naive Schüler, den du hier gezeigt hast“, sagte er. „Meine vorherige Existenz bedeutet nichts.“

Entwicklung Bearbeiten

  • Xerath wurde von Volty entwickelt.

Champion-Vorschau Bearbeiten

Ankündigung von Average Gatsby:[1]
Xerath Teaser

Xerath Comic

Ein großer Teil unserer Unternehmenskultur bei Riot Games ist es, Barrieren durch Innovationen einzureißen. Und wo wir beim Thema sind, das scheint eine gute Gelegenheit zu sein, unseren neuesten Champion vorzustellen. Trefft Xerath, den magischen Aszendenten. Er war einst einer der mächtigsten Magier von ganz Valoran. Xerath lernte es auf die harte Tour, welche Probleme es einen einbringen kann, wenn man Beschränkungen – in diesem Fall in der Gestalt eines gigantischen, verzauberten Sarkophags – zustimmt.

Natürlich ist selbst ein in Ketten gelegter magischer Aszendent jemand, den man nicht unterschätzen sollte.

Mechanik-Vorschau Bearbeiten

Ankündigung von Morello:[2] Seid gegrüßt, Beschwörer!

Xerath, der magische Aszendent ist unserer neuester Magiercharakter in League of Legends. Sein Spielstil ermöglicht eine neue Vorgehensweise für die Rolle eines Magie-Carrys - weitreichende Salven und Belagerungen.

Ein wichtiger Eckpfeiler hierfür ist seine Fähigkeit „Manifestation der Macht“. Diese nimmt Xerath seine Mobilität, gewährt aber seinen Zaubern eine stark erhöhte Reichweite und die Möglichkeit, Defensiven zu überwinden. Dadurch kann er sich vorbereiten und dann ein Gebiet bombardieren, bevor er wieder mobil wird, um eine normalere Rolle als Magier einzunehmen.

In Kombination mit dieser Reichweite besitzt Xerath Flächenzauber, mit denen er ein ganzes Gebiet regelrecht eindecken kann, um deutlich Schaden zu verursachen. „Arkanpuls“ ist seine am häufigsten eingesetzte Fähigkeit, durch die nach kurzer Verzögerung ein Strahl an einem gewählten Ort einschlägt und dort spürbar Schaden verursacht. „Arkanes Trommelfeuer“ ist seine ultimative Fähigkeit und erlaubt es ihm, drei massive Explosionen auf weite Distanz hin zu verursachen, die sowohl ein Gebiet abgrenzen als auch ordentlich Schaden verursachen. Um sich selbst zu schützen besitzt er einen verlässlichen Einzelzielzauber, „Magierketten“, mit dem Xerath einen einzelnen Gegner betäuben kann, wenn er mit einem weiteren Zauber trifft.

Xerath ist eine Art Artillerie oder Haubitze. Er sollte denjenigen wirklich gefallen, die gerne weitreichende Fähigkeiten und geschicktes Zielen mit Skillshots und Vorhalten einsetzen. Wir freuen uns, euch ein neues Paradigma für einen Magier in League of Legends bieten zu können, und wir werden weitere neue Möglichkeiten für bestehende Rollen im Spiel schaffen.


Erdenfeuer-Xerath Bearbeiten

Ankündigung von NeeksNaman:[3] Falls ihr schon ganz heiß auf einen neuen Xerath-Skin seid, dann ist eure Wartezeit vorbei. Erdenfeuer-Xerath sprengt sich auf die Richtfelder, um die ganzen Pyrotechniker, Feuerwerksliebhaber und allen, die sonst irgendwie gerne Dinge in die Luft jagen, zu begeistern. Ihr werdet diese Interpretation des magischen Aszendenten sicher nicht verpassen wollen, denn sie bietet euch passend aufflammende neue Zaubereffekte, die zu seinem feurigen Look passen.

Vorherige Fähigkeiten Bearbeiten

Patch Historie Bearbeiten

V4.2: Überarbeitet

  • Zusätzliche Zitate, inklusive besonderer Verspottungen für Syndra Syndra und Thresh Thresh.
  • Allgemein
    • Grundmana von 250 auf 238 reduziert.
    • Mana pro stufe von 45 auf 47 erhöht.
    • Grundmanaregeneration von 7 auf 6 reduziert.
    • Manaregeneration pro Stufe von 0.6 auf 0.65 erhöht.
    • Angriffsreichweite von 550 auf 525 verringert.
    • Angriffsanimation verbessert.
  • Xerath Manawoge.png Manawoge (Passiv)
    • Alle 10 Sekunden stellt der nächste normale Angriff zwischen 30 und 195 Mana wieder her. Die wiederhergestellte Menge skaliert mit der Charakterstufe. Beim Angriff auf einen gegnerischen Champion verdoppelt sich die Manamenge.
  • Xerath Arkanpuls.png Arkanpuls
    • ERSTE AUSFÜHRUNG: Die Kanalisierung beginnt, wodurch die Reichweite dieser Fähigkeit schrittweise von 700 auf 1400 ansteigt, während das Lauftempo bis auf 50 % heruntergefahren wird. Xerath kann sich während der Kanalisierung bewegen.
    • ZWEITE AUSFÜHRUNG: Alle Gegner in einer Reihe erleiden 80/120/160/200/240 (+75% AP) magischen Schaden.
    • Abklingzeit von 7 / 6.5 / 6 / 5.5 / 5 auf 9 / 8 / 7 / 6 / 5 erhöht.
    • Manakosten von 65 / 70 / 75 / 80 / 85 auf 80 / 90 / 100 / 110 / 120 erhöht.
  • Xerath Auge der Zerstörung.png Auge der Zerstörung (neue Fähigkeit)
    • Aktiv: Xerath beschwört einen Stoß arkaner Energie, der an allen Gegnern im Zielgebiet magischen Schaden verursacht und sie 2,5 Sekunden lang um 10% verlangsamt. Gegner im Zentrum des Energiestoßes erleiden mehr magischen Schaden und werden stärker verlangsamt. Er kann sich während der Kanalisation bewegen.
    • Abklingzeit: 14 / 13 / 12 / 11 / 10 Sekunden.
    • Manakosten: 70 / 80 / 90 / 100 / 110
    • Reichweite: 1000
  • Xerath Schockkugel.png Schockkugel (neue Fähigkeit)
    • Aktiv: Xerath entfesselt eine Kugel roher Magie und verursacht magischen Schaden. Die Kugel explodiert bei Kontakt und betäubt ihr Ziel zwischen 1 und 2 Sekunden. Je weiter die Kugel fliegt, desto länger wird das Ziel betäubt.
    • Abklingzeit: 18 / 16 / 14 / 12 / 10 Sekunden
    • Manakosten: 60 / 65 / 70 / 75 / 80
    • Reichweite: 1000
  • Xerath Arkanes Ritual.png Arkanes Ritual (neue Fähigkeit)
    • Aktiv: Xerath steigt zu seiner wahren Gestalt auf, bleibt an Ort und Stelle stehen und erhält 3 Arkanes Trommelfeuer. Dieser magische Beschuss verursacht magischen Schaden an allen getroffenen Gegnern. Falls Arkanes Trommelfeuer nur einen Champion trifft, verursacht es 50% zusätzlichen Schaden. Der Festhalteeffekt endet nach 10 Sekunden, wenn alle Schüsse abgefeuert sind oder kan manuell deaktiviert werden. Falls Xerath kein einziges Arkanes Trommelfeuer abfeuert, wird die Hälfte der Abklingzeit zurückerstattet.
    • Abklingzeit: 130 / 115 / 100 Sekunden
    • Manakosten: 100
    • Reichweite: 3200 / 4400 / 5600

V1.0.0.147b:

V1.0.0.143:

  • Arkanes Trommelfeuer Arkanes Trommelfeuer
    • Die Verzögerung zwischen Zauberausführung und Einschlag wurde von 0,875 Sekunden auf 0,5 Sekunden verringert.
    • Der visuelle Effekt für die ultimative Fähigkeit erscheint nun zu Beginn der Zauberausführung anstatt an deren Ende.

V1.0.0.142:

V1.0.0.134:

V1.0.0.132:

  • Ein Fehler wurde behoben, durch den Magierketten Magierketten ihr Ziel gelegentlich für 2 statt 1,5 Sekunden betäubten.

V1.0.0.126: Hinzugefügt.

  • Aszendent Aszendent (Passiv)
    • Xerath nährt sich von arkaner Macht, wodurch er gegenüber physischen Einwirkungen äußerst widerstandsfähig wird. Ein prozentualer Anteil seiner Fähigkeitsstärke wird in Rüstung konvertiert.
  • Xerath Arkanpuls.png Arkanpuls (Q)
    • Feuert einen weitreichenden Strahl Energie, der an allen getroffenen Zielen magischen Schaden verursacht. Er kann sich während der Kanalisation bewegen.
  • Manifestation der Macht Manifestation der Macht (W)
    • Xerath bindet sich selbst an eine Quelle magischer Macht, was die Reichweite seiner Zauber erhöht und ihm zusätzliche Magiedurchdringung gewährt. Auch wenn er sich während der Wirkdauer nicht bewegen kann, erhöht sich sein Lauftempo danach kurzzeitig.
  • Magierketten Magierketten (E)
    • Verursacht magischen Schaden an einem Gegner und zeichnet diesen mit instabiler Magie. Xeraths nächster Zauber, der diesen Gegner trifft, betäubt ihn.
  • Arkanes Trommelfeuer Arkanes Trommelfeuer (Ultimative Fähigkeit)
    • Beschwört einen Stoß arkaner Energie, der an allen Gegnern in einem Bereich magischen Schaden verursacht. Kann bis zu dreimal eingesetzt werden, bevor die Abklingzeit ausgelöst wird.


Referenzen Bearbeiten

Champion Hintergrund Strategie Skins & Trivia

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