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Varus StandardSplash

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Varus
der Pfeil der Vergeltung

GeschichteBearbeiten

Auf Grund seines unvergleichlichen Könnens im Umgang mit dem Bogen und seines unbestrittenen Sinns für Ehre wurde Varus als Wächter eines heiligen ionischen Tempels auserkoren. Der Tempel war gebaut worden, um eine uralte Grube des Verderbens in sich aufzunehmen, die so abscheulich war, dass die Ältesten Ionias fürchteten, sie könnte die Insel in Finsternis hüllen. Varus war auf seine Position stolz, da für diese Aufgabe nur die außergewöhnlichsten ionischen Krieger ausgewählt wurden. Er lebte zusammen mit seiner Familie in einem nahegelegenen Dorf und führte ein ruhiges Leben in disziplinierter Routine, bis zu dem Tage, an dem die Truppen Noxus’ in Ionia einmarschierten. Ihre Stoßtruppen hinterließen nichts als Tod und Verwüstung und der Tempel lag genau auf ihrem Weg. Varus war gezwungen, eine Entscheidung zu treffen. Die Ehre zwang ihn zu bleiben und den Tempel zu verteidigen, doch ohne ihn würden die wenigen Einwohner des Dorfes der herannahenden Kriegsmaschinerie nur wenig Widerstand entgegenbringen können. Schweren Herzens entschied er sich, seine Rolle als Wächter zu erfüllen. Er konnte nicht zulassen, dass das Verderben entkam.

Seine Pfeile spalteten die Truppen, die an diesem Tag versuchten, ihm den Tempel abzuringen. Als er jedoch in das Dorf zurückkehrte, fand er nur noch einen glimmenden Friedhof vor. Die Reue beim Anblick seiner abgeschlachteten Familie wich überwältigender Trauer, die sich schließlich in brodelnden Hass verwandelte. Er schwor, jeden noxischen Eindringling niederzumetzeln, doch zunächst einmal musste er stärker werden. Er wandte sich dem zu, dessen Schutz er alles geopfert hatte. Die Grube des Verderbens würde ihn mit Haut und Haaren verschlingen wie eine Flamme den Docht, doch ihre grässliche Macht würde in seinem Inneren brennen, bis er verloren war. Dies war ein Weg, von dem es keine Wiederkehr geben konnte ... Fest entschlossen überantwortete er sich den schwarzen Flammen und er spürte, wie sich grausame Energie mit seiner Haut verband ... und mit ihr das Versprechen des Untergangs. Er ging los mit dem Ziel, alle Noxier, die mit der Invasion zu tun gehabt hatten, bluten zu lassen - eine entsetzliche Aufgabe, die ihn letzten Endes zu den berühmt-berüchtigtsten Akteuren des Überfalls in die Liga der Legenden führte.

„Das Leben eines Pfeils ist vergänglich, nur bestimmt durch Richtung und Ziel.”
— Varus

Zitate Bearbeiten

 
Lulu.ultimateeffort4
"Enormibus!"
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Liga Beurteilung Bearbeiten

Kandidat: Varus
Date: 7. März 22 CLE

BEOBACHTUNG

Er nimmt seinen Bogen in sich auf, damit er nicht verleitet wird, ihn in der Kriegsakademie zu benutzen; dieser gleitet in seine Handfläche und bleibt dort. Der Glanz des Zimmers ist makellos, sodass sich seine Gestalt in dessen Blenden und Lamellen spiegeln kann. „Seine“ Gestalt, auch wenn Varus sie niemals als seine eigene wahrnehmen wird. Seine Arme verlieren sich in schwarzen Handschuhen aus einer Flüssigkeit, die sich für keine Form so recht entscheiden zu können scheint. Brackiger Schmutz kriecht von seinen Fußspitzen aufwärts bis fast zu seinem Nabel, wo er in schuppigen Schorf übergeht.

Was als tiefstes Schwarz erscheint, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als geradezu unendlich komplex in seiner Farbvielfalt; es bewegt sich wie Öl auf seiner Hautoberfläche. Varus fragt sich, ob es sich seit gestern bereits weiter ausgebreitet hat, so, wie es über seine unveränderte Haut züngelt. Er beschließt, dass er, im Großen und Ganzen, zufrieden ist, so wie es ist – auch wenn Spiegel ihm eine Kreatur wie diese offenbaren.

Ich bin nicht gebrochen, beschwört er sich selbst. Nicht gebrochen. Ich habe einfach eine andere Form angenommen.

BETRACHTUNG

Lehren heißt Lernen.

Theshan zu zeigen, wie er den Bogen zu halten hatte, wie er ihn spannen musste und ihm beizubringen, dass er immer an seinen Atem denken sollte, vermittelte auch Varus selbst ein besseres Verständnis von diesen Dingen. Sein Sohn würde dieser Lektionen dereinst bedürfen; schließlich war sein Vater der gesalbte Tempelwächter. Er würde nicht immer da sein können.

Streng genommen war Varus jetzt nicht da; nichts von alledem war real und seine wachen Augen wussten das.

Dies war irgendein Spiel, das Beschwörer spielten, um sich auf Kosten der Aspiranten der Liga bei Laune zu halten. Aber hier war sein Sohn, den Göttern sei Dank am Leben. Er wuschelte durch das warme Haar des Jungen. Varus wusste, was kommen würde, und er genoss diesen Segen, solange er die Gelegenheit dazu hatte. Die beiden schauten den Hügel hinauf, hinauf, bis sie den Tempel selbst sahen.

Er war älter als das Dorf, viel älter. Die selbstbewusste Vergewisserung einer längst vergangenen Ära des Überflusses, seine Anlage trug keinen Deut Pragmatismus in sich.

„Eine Pallas-Grube“, sagte der Sohn, der nicht sein Sohn war. „Da ist eine Pallas-Grube.“

„Damals habe ich das nicht gewusst, aber ja“, antwortete Varus.

„Sie haben einen einzigen Mann zu ihrer Verteidigung zurückgelassen?“

„Das haben sie.“

An seiner neuen Rolle überraschte ihn einiges. Den alten Gebeten, die er jeden Tag gesprochen hatte, seitdem er ein kleiner Junge gewesen war, so schien es, fehlten einige gewichtige Silben; die Ältesten hatten ausgeharrt. Tätowierungen der klugen Eule auf seinem Gesicht, seiner Brust und seinen Armen hatten seine Wahrnehmung verändert; auch das war überraschend. Dann gab es da die Grube. Rund, nur fünf Fuß breit; es war schwer vorstellbar, dass diese nichtssagende Scheibe die Ursache all der Sorge darstellen sollte.

Am meisten überrascht war er wahrscheinlich, als sie – während seiner ersten Nachtwache –zu sprechen begann.

Nicht mit Hilfe von Worten, nein – Worte hätte man einfacher aus seinem Kopf verbannen können. Die Grube sprach in Augenblicken, meistens: in Bildern, in Eindrücken. Sie wusste von Menschen, sie konnte sie in der Luft schmecken. Sie wusste, dass es eine Siedlung am Fuße ihres Hügels gab, wo sie sich in ihren Körpern, die keinen Sinn ergaben, tummelten. Varus konnte ihre Verwirrung spüren und etwas wie Schmerz; die Isolation durch den Tempel machte ihr zu schaffen. Sie wollte ihm etwas zeigen, das er mögen würde. Sie wollte etwas für ihn erschaffen. Sie hatte das Bedürfnis zu gefallen.

Dies war nicht die „unerbittliche Bestie“, die in Schach zu halten er eingeschworen worden war.

Einmal, als Varus das Heiligtum betrat, um den morgendlichen Ritus des Versiegelns zu vollziehen, ließ sie ihn sich selbst sehen, umgeben von anderen aus seinem Dorf, unerschütterlich in der Blüte eines jungen Mannes stehend, während all jene, die ihn umgaben, wie Stroh verdorrten und ihre Haut wie alte Kleidung von ihnen herabfiel. Er konnte spüren, dass sie auf gewisse Weise mit sich zufrieden war.

„Jetzt?“ bot sie an, sich der Antwort sicher.

„Nein“, entgegnete Varus.

Als sie das nächste Mal sprach, hörte er vollkommen auf in der Gegenwart zu existieren. Stattdessen watete er durch knöcheltiefes Blut, dessen Wellen durch ihn anwuchsen und sich auftürmten, bis sie tosend in sich zusammenfielen. Dann hörte er eine Stimme, oder die Idee einer solchen, die flehend fragte „Jetzt?“

Das Beißen des Weihrauchs mit dem stechenden Geruch von Rosmarin und Eichenholz durchdrang seine Vision. Er fiel zurück auf seine Handflächen, drehte sich um und kroch los, um die Kohlenpfanne zu bestücken. Sie stupste an eine der Kupferketten, sodass die Kohlenpfanne sich über Varus’ Hände ergoss und diese versengte.

„JETZT?“

Sie hämmerte auf seinen Verstand ein, doch die Eule setzte sich durch. Sie verlieh ihm genug Willenskraft, sich selbst entlang der labyrinthartigen Wände zum Ausgang zu ziehen, wo er das Dorf brennen sehen konnte; noch einmal, er musste alles noch einmal mit ansehen.

Er rannte, obwohl er nicht genau hätte sagen können, weshalb. Ein Teil von ihm dachte wohl, wenn er diesen Weg nähme, hier entlang ginge anstatt dort, wäre vielleicht etwas anders. Vielleicht würde er nicht seine entstellte Ehefrau an der Seite seines entstellten Jungen neben seinem zerbrochenen Bogen vorfinden; vielleicht würde er den Bogen nicht an sich nehmen und nicht zurück zum Tempel bringen.

Er lag falsch.

Dann hatte er eine Vision von tausenden und abertausenden Toten. Sie war wie ein Keil, der seine Rippen und sein Herz durchbohrte. Er fiel auf die Knie.

„Jetzt?“ Es war fast ein Flüstern.

„Jetzt“, flüsterte Varus zurück. „Jetzt, verdammt nochmal.“

Und als er dies tat, brach ein Damm tief in der Erde. Die eben noch stille Oberfläche der Lache erhob sich nun und spritzte empor. Überall dort, wo die Flüssigkeit aufschlug, hinterließ sie Spitzen aus schwarzem Glas. Sie strömte durch die Luft, um den sich kräuselnden Rauch, bis sie Varus von den Füßen holte. Sie schälte seine Hand, labte sich an ihr und verzehrte den Bogen. Sie verschlang beide Arme und beide Beine und machte dann Halt, aus … Respekt, wenn man es Respekt nennen kann, vor der Eule. Die Zeichen würde sie nicht überdecken. In einem Moment losgelösten Wahnsinns fragte sich Varus, wie lange dies dauern würde.

Die Betrachtung flackerte und ein Beschwörer keuchte vor Anstrengung; die Bilder entrissen sich ihrer Verbindung und glitten in eine albtraumhafte Folge von Szenen von animalischer Unmittelbarkeit. Der Raum nahm Gestalt an und erschien durch die fremdartigen Sinneseindrücke, die die letzten paar Jahre von Varus’ düsterer Vergangenheit zusammenfassten, unnatürlich hell:

Nur die Spitzen jeder seiner Zehen berührten den Boden; Varus wusste, die Truppen konnten noch nicht weit sein. Als er sie einholte, besaß derjenige, der den Karren, welcher die Kolonne anführte, lenkte, die Weisheit, seine Pferde anzuspornen. Jene, denen diese Weisheit nicht gegeben war oder die durch die Umstände verflucht waren, begannen mit erschreckender Geschwindigkeit zu sterben.

Als Varus langsamer wurde, erwachte zum ersten Mal ein Apparat an seinem Handgelenk zum Leben, der den Zweck, wenn nicht gar die Form, eines Bogens besaß. Seinen Gebrauch musste er nicht erst erlernen; sofort war ein Mann durchbohrt, zerplatzte wie ein Weinschlauch. Dies diente seinen Kameraden geradezu als Inspiration, da sie in sich eine Geschwindigkeit entdeckten, die sie niemals für möglich gehalten hätten; doch auch mit dieser Geschwindigkeit waren sie nur Wesen aus Fleisch und Blut. Unzureichend.

Auch wenn das, was es abfeuerte, kein Pfeil war, verhielt es sich wie ein solcher, zerstörte wie einer. Es durchdrang die noxischen Abzeichen, aus einem keuchenden Soldaten heraus und in einen anderen wieder ein, mit sechs dürstenden Zungen explodierend, die um sich griffen und sich um ihre Opfer schlangen. Mit jedem Tod schoss Varus schneller, bis man am Ende die einzelnen Schüsse nicht mehr auseinanderhalten konnte. Die Beute rannte einfach nur noch, bis sie fiel. Es war elegantes Grauen.

Die Zeit verging schnell. Es gab mehr Jagden und mehr Blut; Gnade wurde versprochen, doch verwehrt. Finsternis waberte mit dem Duft feuchter Blätter, seltsam süß, die entstellten Leiber von Männern wie Frauen verschwammen im Verlaufe ihrer Vernichtung zu vollkommen abstrakten Gebilden. Varus kniete sich über einen zerborstenen Wagen, um nach einem Einsatzbefehl zu greifen, der von einer seiner messerscharfen Ranken durchbohrt war. Das Schriftstück offenbarte die Namen einiger weiterer noxischer Söldner, die dafür verantwortlich waren, dass der Befehl ausgeführt wurde …

Der Vernichtungsbefehl. Was sie ihm genommen hatten, würde er tausendfach zurückzahlen.

Eine Beschwörerin trat vor, ihre Mine teilnahmslos. Ihre Präsenz fegte die letzten Fetzen der Vision hinfort. „Deine Absicht hier ist klar. Du hast festgestellt, dass unter unseren Champions noxische Agenten sind. Das, all das“, sie winkte mit ihrer Hand, „ist ein Rachefeldzug.“

„Du verstehst natürlich, dass deine Rache nicht der Sinn und Zweck dieser Liga ist?“ sagte sie, während ihre Augen sich verengten.

„Inzwischen versteht ihr sicher“, sagte Varus, oder das Mischwesen, das, als Varus gekleidet, nun mit aufgeschwollener und schwarzer Zunge vor ihnen stand.

„Es ist die einzige Aufgabe, die mir geblieben ist.“
Champion Hintergrund Strategie Skins & Trivia

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