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GeschichteBearbeiten

Tristana Render
Diese kleine, kanonenschwingende Yordle ist der Beweis dafür, dass Großartiges viele Formen und Größen annehmen kann. In einer Welt voller Unruhen weigert sich Tristana, vor irgendeiner Herausforderung zurückzuweichen. Sie repräsentiert den Gipfel kriegerischer Fähigkeiten, unbeirrter Tapferkeit und grenzenlosen Optimismus. Für Trist und ihre Kanone, Boomer, ist jede Mission eine Gelegenheit klarzustellen, dass Helden wahrlich existieren.

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Die Megling-Kommandos sind so etwas wie eine Legende in Bandle. Ihre Geschichte reicht Jahrhunderte zurück und sie sind die älteste heute noch existierende Militäreinheit der Yordle. Sie sind bekannt für ihren Mut und ihre Tapferkeit sowie ihre Tödlichkeit und ihre Skrupellosigkeit. All diese Eigenschaften machen sie zu den am meisten respektierten und gefürchtetsten Kriegern der Stadt Bandle. Legenden über Megling, dem beherzten Gründer der Kommandos, hört man noch heute in Valorans Tavernen. Diese Legenden waren es, die Tristana von klein auf faszinierten. Seit sie ein Kind war, wollte Tristana zu einem Schützen werden, wie es ihr Idol so viele Jahre vorher gewesen war. Sie hat ihr gesamtes Leben lang trainiert, bis sie alt genug war, um dem Militär beizutreten und sich ihren Platz in den Megling-Kommandos verdienen zu können. Ihre Ausbilder waren von ihren Fähigkeiten beeindruckt und behaupteten, Tristana sei ein Naturtalent. Ihr Traum erfüllte sich an dem Tag, an dem sie ihren Megling-Kampfanzug anzog.

Obwohl ihr Herz ihrer Einheit gilt, war der Ruf der unwiderstehlich und nun schützt Tristana Bandle als Championesse. Auch wenn sie als Megling-Schützin erbittert und hochkonzentriert ist, erlebt man Tristana in ihrer Freizeit ganz anders. Jenseits der Richtfelder ist sie freundlich und fröhlich - die Art Yordle, die immer für jeden ein freundliches Wort übrig hat. Vor kurzem ist sie eine enge Freundschaft mit Teemo Teemo, dem flinken Späher, eingegangen. Sie sind beide Mitglieder der Spezialeinheiten Bandles, sodass sie einander nicht nur als Yordle, sondern auch als Krieger und Champions verbunden sind ... auch wenn sie Fragen bezüglich einer aufkeimenden Romanze schlichtweg ignoriert.

„Wenn es eine Person gäbe, der ich auf einer schwierigen Mission vertrauen müsste, wäre dies auf jeden Fall Tristana!”
— Teemo

Eine ruhige Nacht Bearbeiten

Das Feuer knisterte angenehm und verbreitete glühende Wärme auf der Waldlichtung. Tristana lag da, ihren Kopf auf ihren Rucksack gestützt, und beobachte einen Kometenschweif am sternenverzierten Nachthimmel. Die glitzernden Lichter schienen wunderschön durch die wellenden Blätter der Birken und Eichen. Die Menschen besaßen die Angewohnheit, Sternenmustern bestimmte Namen zuzuweisen – das hatte sie in einem alten Buch in Heimerdingers Labor erfahren – aber sie hatte sich dazu entschieden, sich selbst Namen auszudenken.

„Du bist der Knurrende Dachs“, sagte sie, und zeigte dabei auf eine Gruppe von Sternen. „Und du der Witzige Wandler. Ja, das ist viel besser als diese langweiligen Namen ... Der Krieger oder Der Verteidiger ... pah! Außerdem sehe ich die gar nicht mehr.“

Ihr Magen grummelte, und sie richtete sich auf. Sie hatte sich noch nicht ganz daran gewöhnt, Hunger zu verspüren, auch wenn sie wohl öfter aus Bandle herausgekommen ist, als die meisten ihres Volkes. Zwei Fische hingen auf Spießen über dem Feuer, und ihr angerösteter Duft ließ ihr das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die beiden hatte sie vor Kurzem im Fluss westlich ihres Lagers mit einem einzigen, ungewohnt sorgfältig platzierten Schuss aus ihrer Kanone erlegt. Kein schlechter Beweis für ihre Treffsicherheit, auch wenn das sehr nach Eigenlob klang. Wie schade, dass niemand dabei war! Sie lehnte sich vor und tätschelte auf dem polierten Drachenholz ihrer hervorragend angefertigten Kanone herum; eine Waffe, die jeder andere für zu groß halten würde, als dass ein winziger Yordle wie sie sie halten, geschweige denn abfeuern könnte.

„Überlassen wir Teemo die winzigen Blasrohre, was, Boomer?“ spöttelte sie mit ihrer Waffe. „Ich bleibe lieber bei etwas, das ein bisschen mehr Bumms hat, Danke der Nachfrage.“

Das Feuer loderte innerhalb eines Steinrings auf. Dank eines speziellen Pulvers, dass sie zum Anzünden verwendet hatte, glühten die Flammen in einem himmelblauen Licht. Nun wusste sie genau, wie viel davon sie brauchen würde, nachdem sie und ihre Augenbrauen eine schmerzhafte Begegnung mit einem Lagerfeuer in den Hochlanden hatten. Manchmal hatte sie Schwierigkeiten, sich daran zu erinnern, dass in der Welt der Menschen im Vergleich zu ihrer Heimat so vieles anders war.

Sie entschied, dass einer der Fische nun zum Verzehr bereit war, und ließ ihn vom Stock auf einen hölzernen Teller gleiten, den sie aus ihrem Rucksack hervorzog. Dann wickelte sie eine goldene Gabel und ein goldenes Messer aus einem Traumblatt und schnitt den Fisch in Stücke. Auch wenn sie auf einer Mission war, bedeutete das doch nicht, dass sie wie eine Wilde essen müsste. Sie nahm einen mundgroßen Happen und rollte ihn mit ihrer Zunge im Mund herum, um den Geschmack ausgiebig zu verteilen und zu kosten. Danach leckte sie sich zufrieden die Lippen. Verglichen mit dem Sammelsurium an Geschmäckern, an die sie aus ihrer Heimat gewöhnt war, stellte sich das Essen der Sterblichen gewöhnlicherweise als geschmacklos und eintönig heraus. Aber die Fische in dieser Ecke der Welt – Ionia nennt man sie anscheinend – waren gar nicht mal so übel. Vielleicht war es die Magie, die jedes Element der Umgebung erfüllte, die ihnen das gewisse Etwas gab.

Tristana hörte das Knacken eines Astes. Einer von vielen, die sie in einem Kreis um ihr Lager herum verteilt hatte. Das Geräusch verriet ihr genau, um welchen Ast es sich handelte, wie weit die Menschen entfernt waren und von welcher Richtung aus sie sich nähern würden.

Sie räusperte sich und rief: „Ich habe noch einen Fisch, wenn ihr hungrig seid.“

Ein Mann und eine Frau traten aus den Schatten des Waldes heraus auf sie zu. Beide waren groß und schlank, mit zitternden Händen und kalten Blicken. Sie sahen nicht gerade freundlich aus, aber sie war noch immer dabei, zu lernen, wie sie die Gesichtsausdrücke der Menschen zu interpretieren hat, und ihr wurde beigebracht, immer höflich zu sein. Menschliche Sprachen waren so unterentwickelt, dass sie sich oft fragte, wie sie überhaupt in der Lage dazu waren, zu kommunizieren.

Der Mann machte einen Schritt nach vorne und sagte: „Vielen Dank, alte Dame, aber wir sind nicht hungrig.“ „Alte Dame?“ sagte Tristana mit einem verspielten Grinsen. „Du findest kaum eine Jüngere als mich!“

Der Mann blinzelte, und in seinem Gesicht sah sie etwas, dass sie nur als Verwunderung verstehen konnte.

„Die Alte ist wahnsinnig“, sagte die Frau, während sie Tristana mit geneigtem Kopf anstarrte, so als könnte sie einfach nichts mit dem anfangen, was sie sah. Was auch immer das war, es war sicherlich nicht ihre wahre Gestalt.

„Seid ihr sicher, dass ihr nichts vom Fisch abhaben wollt?“ fragte Tristana und nahm einen weiteren Happen. „Schmeckt wirklich gut.“

„Ja, das sind wir“, bestätigte der Mann. „Aber wir nehmen gern das Geld, das du bei dir hast. Oh, und natürlich deine Waffe. Sollte ein bisschen was wert sein.“

„Ihr wollt mir meinen Boomer wegnehmen?“ fragte Tristana, während sie eine Bewegung auf der anderen Seite wahrnahm. „Wisst ihr, ich glaube nicht, dass das was wird.“

„Nein? Du bist alleine, und wir sind zu zweit“, sagte der Mann. „Außerdem sind wir größer als du.“

„Es geht nicht nur um die Größe“, sagte Tristana. „Und ihr seid zu viert. Warum bittet ihr eure zwei Freunde nicht, sich zu zeigen? Vielleicht haben sie ja Hunger?“

Die Frau schüttelte den Kopf. „Er hat doch gesagt, dass wir alleine sind.“

„Ach jetzt kommt schon“, erwiderte Tristana. „Was für eine Schützin wäre ich denn, wenn ich immer noch nicht mitbekommen hätte, dass eure zwei Freunde da draußen gerade mit ihren Bögen auf mich zielen? Ihr habt euch von Norden aus genähert und euch vor etwa 90 Metern aufgeteilt. Da ist ein Fetter zu meiner Linken und einer mit einem Hinkebein zu meiner Rechten.“

„Für jemanden in deinem Alter hast du gute Ohren“, sagte der Mann.

„Ich habe euch doch gesagt, dass ich nicht alt bin“, entgegnete Tristana. „Für eine Yordle bin ich eigentlich sogar ziemlich jung.“

Dem Mann klappte plötzlich die Kinnlade herunter, als hätte er eine fundamentale Erkenntnis erlangt.

Endlich! So einen Gesichtsausdruck konnte sie ohne Probleme verstehen.

Tristana duckte sich und rollte zur Seite, als zwei Pfeile mit schwarzen Federn aus dem Dickicht herausschnellten. Sie verfehlten Tristana und flogen weit über ihrem Kopf hinweg, als sie sich Boomer schnappte und eine Kugel in den Lauf legte. Diese feuerte sie in die Büsche zu ihrer Rechten und wurde mit einem schmerzerfüllten Schrei belohnt.

„Verzieht euch!“ schrie sie, und sprang einen nahen Baum hinauf. Sie landete auf einem Ast, der etwa auf halber Höhe seines Stammes hing. Ein weiter Pfeil flog in ihre Richtung und landete nur eine Hand breit neben ihr in der Rinde des Baumes.

„Hey, für einen Menschen bist du ziemlich schnell!“ sagte sie, als sie Boomer mit einer weiteren Ladung Geschosse versah. Als der Schütze aus dem Busch herauslugte, sprang sie zu einem weiteren Ast. Es war der Fette, was die Sache beinahe zu einfach werden ließ. Tristana sprang mit einem Salto nach dem anderen von Baum zu Baum und feuerte zwei weitere Ladungen ab. Beide Schüsse trafen den Mann in seinen fleischigen Waden, wodurch er heulend zusammenbrach und seinen Pfeil geradeaus in die Luft schoss.

„Ach, benimm dich nicht wie ein kleines Kind“, lachte sie. „Ich hab dich nicht einmal richtig getroffen!“

Tristana landete neben ihrem Lagerfeuer, als die beiden Menschen, auf die sie zuerst getroffen war, mit gezogenen Klingen auf sie zustürmten. Für Menschen waren sie vermutlich schnell, aber für Tristana bewegten sie sich wie zwei träge Riesen.

„Zeit für eine volle Ladung!“ schrie sie, und entlud die restlichen Geschosse mit einem mächtigen Knall in den Boden. Sie stieß einen wilden Schrei aus, als sie über die Köpfe der beiden Menschen hinweg segelte. Noch während sie sich in der Luft befand, lud sie ihre Waffe nach. Sie stieß sich von einem Baumstamm ab und wirbelte auf den Boden zurück.

Direkt hinter den Banditen landete sie mit einem Kichern.

„Bumm! Bumm!“

Tristana feuerte zwei Mal, und beide Menschen schrien vor Schmerzen auf, als sich die Geschosse in ihren Körpern entluden. Die Frau fiel geradewegs auf die Nase und klopfte wild auf ihrer Hose herum, um das Feuer zu löschen, das die Geschosse entfacht hatten. Ihr gelang es, sich aufzuraffen und mit brennendem Rücken in die Büsche zu fliehen. Der Mann ging sich windend zu Boden und krabbelte über den Boden, während Tristana ein weiteres Geschoss vorbereitete.

Er gestikulierte in einer Form, die sie nur als Beschwörung einer magischen Barriere interpretieren konnte.

„Du bist keine alte Frau“, sagte er.

„Das habe ich euch ja die ganze Zeit über gesagt“, entgegnet Tristana.

Der Mann öffnete seinen Mund erneut, um zu antworten, doch noch bevor er etwas sagen konnte, landete der Pfeil des Fetten wieder auf dem Boden. Er traf den Mann auf dem Boden in die Brust, und, mit einem Ausdruck extremen Ärgers, ging er endgültig zu Boden.

Die anderen Banditen schlichen sich so schnell davon, wie ihre verwundeten Glieder sie tragen konnten. Sie ließ sie ziehen und grinste, als sie ihre Sachen packte und das Lagerfeuer austrat.

„Ich wollte ja nur mein Abendessen genießen und eine ruhige Nacht verbringen“, sagte sie zu sich selbst. „Aber ich glaube, vier lästige Banditen aus dem Weg geräumt zu haben, ist auch nicht schlecht!“

Tristana warf Boomer über ihre Schulter und machte sich wieder auf den Weg, mit einem munteren Pfeifen auf den Lippen und zahlreichen Ideen für Sternbild-Namen im Kopf.

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