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Geschichte

Leona

Alte Geschichte: Auf den höher gelegenen Hängen des Berges Targon ist Krieg das Einzige, wofür die Krieger der Rakkor leben und atmen. Doch der Gipfel des Targons ist einer besonderen Gruppe Rakkor vorbehalten, die einer „höheren“ Bestimmung folgen. Mitglieder dieser Gruppe, welche sich die Solari nennen, legen ihre Kriegskluft ab und entscheiden sich dafür, ihr Leben der Verehrung der Sonne zu widmen. Die Legende besagt, die Solari wurden von einem Krieger gegründet, der die rohe Macht der Sonne anrufen und in der Schlacht auf seine Gegner niedergehen lassen konnte. Er beanspruchte den Berg Targon, der Punkt, an dem Valoran der Sonne am nächsten ist, für seine Anbetung der Sonne, eine Tradition, die seit Generationen von den Solari bis zum heutigen Tage weitergeführt wurde.

Leonas Eltern waren traditionelle Rakkor, beide großgezogen, um in der Hitze der Schlacht bestehen zu können. Für sie war Leona ein Problemkind. Sie war in der Lage, so erbittert zu kämpfen wie jeder andere - ihren Freund aus Kindertagen, Pantheon Pantheon, eingeschlossen - doch sie teilte nicht deren Eifer zu töten. Sie glaubte, der wahre Wert einer Kriegerin läge in ihrer Fähigkeit zu verteidigen und zu beschützen, da dies permanente Konzentration und die Reinheit des Geistes voraussetzt. Als die Zeit für ihren Ritus von Kor, einer Zeremonie, in der zwei junge Rakkor bis zum Tode kämpfen, um sich das Recht zu verdienen, eine ehrwürdige Waffe zu tragen, gekommen war, weigerte sich Leona zu kämpfen. Dafür ordneten die Anführer der Rakkor ihre Exekution an, doch als sie versuchten, den finalen Schlag auszuführen, brach das Sonnenlicht durch die Wolkendecke und tauchte den Targon in gleißendes Licht. Als es schwand, war Leona unverletzt und ihre Henker lagen bewusstlos um sie herum. Die Solari machten umgehend ihren Anspruch auf Leona geltend und verlangten, dass der Urteilsspruch widerrufen werde. Sie legte die goldene Rüstung der Solari an und sie verliehen ihr das Schwert und den Schild, die einst dem legendären Sonnenkrieger gehört hatten. Die Solari halfen Leona dabei, ihre Fähigkeiten zu schärfen und als sie bereit war, zog sie aus, um der Liga der Legenden beizutreten.


Neue Geschichte: Leona, vom Feuer der Sonne erfüllt, ist eine Kriegertemplerin der Solari, die den Targon mit ihrer Zenitklinge und ihrem Schild des Tagesanbruchs beschützt. Ihre Haut schimmert voller Sternenfeuer, während ihre Augen mit der Macht des himmlischen Aspekts in ihr leuchten. Sie trägt eine goldene Rüstung und die Bürde uralten Wissens. Manchen bringt Leona die Erleuchtung, für andere bedeutet sie den Tod.

Wenn man nahe des alles überragenden Targon lebt, hat man kein einfaches Leben. Dass dies trotzdem viele freiwillig tun, zeigt nur die Stärke des menschlichen Geistes und seiner Fähigkeit, beim Streben nach Sinn und höheren Zielen alles durchzustehen. So rau die schroffen Gebirgsausläufer am Fuße des Berges auch sein mögen, sie sind nichts im Vergleich zu den Umständen, die von denen ertragen werden, die direkt auf dem Berg leben.

Das Leben auf dem Targon ist voller Gefahren. Wenn sich der glitzernde, umhüllende Nebel um den Berg legt, dann kommt er nicht alleine. Er hinterlässt auch alle möglichen jenseitigen Dinge, wenn er sich verzieht. Glänzende Kreaturen, die alles töten, was ihnen über den Weg läuft, und die entsetzliche Geheimnisse flüstern, um Sterbliche in den Wahnsinn zu treiben.

Der Stamm der Rakkor setzt sich den größten menschenmöglichen Strapazen aus und schlägt sich mit Bergpflanzen und dem Halten von Viehherden durchs Leben. Dieses Leben stärkt ihre Fähigkeiten als Krieger, die sie dringend benötigen, wenn die Schlacht um das Ende der Welt stattfindet. Rakkor bedeutet Stamm der letzten Sonne, und die Stammesmitglieder glauben, dass vor der jetzigen viele andere Welten existiert haben, wovon jede durch eine entsetzliche Katastrophe zugrunde ging. Die Seher des Stammes lehren, dass wenn die jetzige Sonne zerstört wird, es keine weitere geben wird. Daher müssen alle Krieger bereit sein, alle diejenigen zu bekämpfen, die damit drohen, das Licht der Sonne auszulöschen.

Für die Rakkor ist jeder Kampf ein Akt der Hingabe, eine Darbringung für die Sonne, damit sie weiterhin ihr Licht scheinen lässt. Alle Mitglieder des Stammes müssen kämpfen und ohne Gnade oder Zögern töten. Leona war keine Ausnahme. Sie lernte das Kämpfen, sobald sie laufen gelernt hatte. Es fiel ihr leicht, mit Schwert und Schild umzugehen. Sie war von den Nebeln, die den Gipfel einhüllten, fasziniert und fragte sich oft, was sich dahinter befinden könnte. Ihre Faszination wurde auch nicht durch die grimmigen Biester, unmenschlichen Entitäten und farb- und augenlosen Fremden, die vom Berg herunterkamen, geschmälert.

Sie kämpfte und erlegte sie, so wie es ihr beigebracht wurde. Eines Tages begegnete die junge Leona einem Jungen mit goldener Haut, Hörnern und mit fledermausartigen Flügeln, der am Berghang entlangwanderte. Er sprach nicht ihre Sprache, aber es war offensichtlich, dass er sich verlaufen hatte und verängstigt war. Seine Haut schimmerte in einem sanften Licht und obwohl sie von Geburt an gelernt hatte, alles und jeden auf dem Berg anzugreifen, konnte sich Leona nicht durchringen, eine so hilflose Person zu töten. Sie zeigte ihm stattdessen den Pfad, der zum Gipfel des Berges führte, und schaute ihm dabei zu, wie er auf einen Lichtschimmer zuging und verschwand.

Als sie zu den Rakkor zurückkehrte, wurde sie bezichtigt, ihre Pflicht gegenüber der Sonne nicht ausreichend erfüllt zu haben. Ein Junge mit Namen Atreus hatte sie beobachtet, wie sie eine Kreatur des Berges in Sicherheit geführt hatte, anstatt sie zu töten. Atreus hatte seinem Vater von Leonas Tat erzählt und dieser stellte sie als Ketzerin dar, da sie gegen die Überzeugungen ihrer Leute gehandelt hatte. Leona stritt dies nicht ab und laut der Gesetze der Rakkor konnte dieser Verstoß nur ein Urteil nach sich ziehen – den Gerichtskampf. Leona sollte in den Kampfgruben gegen Atreus kämpfen, wenn die Sonne ihren Zenit erreicht haben und Zeuge des Urteils sein würde. Leona und Atreus waren sich ebenbürtig. Ihre Fähigkeiten als Kriegerin waren beachtlich, aber Atreus war noch beharrlicher in seinem Streben nach der Perfektionierung seiner Kampfkunst. Leona erhob ihr Schwert und Schild und Atreus trat mit seinem Speer an. Niemand der um die Grube Versammelten konnte den Ausgang dieses Kampfes vorhersehen.

Leona und Atreus kämpften unter der prallen Sonne und obwohl beide aus zahlreichen Wunden bluteten, konnte keiner den Todesstoß setzen. Als die Sonne sich dem Horizont näherte, kam ein Ältester der Solari mit drei Kriegern in goldener Rüstung ins Lager der Rakkor und verlangte das Ende des Duells. Die Solari waren Anhänger eines kriegerischen Glaubens, der mit der Anbetung der Sonne einherging, und dessen Lehre das Leben um und auf dem Targon bestimmte. Träume und eine uralte Prophezeiung der Solari über eine Kriegerin, deren Feuer heller als die Sonne brannte, führten den Ältesten zu den Rakkor. Sie sollte eine Tochter Targons sein und dem himmlischen Reich Einigkeit bringen. Der Älteste glaubte, dass Leona diese Tochter war, und nachdem er von ihrem Verstoß erfuhr, wurde er in seinem Glauben weiter gestärkt.

Die Seher des Stamms warnten vor einer Einmischung in das Duell, aber der Älteste blieb unnachgiebig. Leona müsse mit ihm kommen, eine der Solari werden und ihre Lehren weiter vertiefen. Die Rakkor waren sehr unabhängig, aber selbst sie achteten die heiligen Dekrete der Solari. Die Krieger halfen Leona aus der Grube und trugen ihren verwundeten Körper in Richtung ihres neuen Lebens.

Der Solari-Tempel war eine gewaltige Zitadelle an den östlichen Bergabhängen des Targon, ein glitzernder Turm aus Marmor mit goldenen Verzierungen und poliertem Granit. Hier machte Leona mit den Lehren der heiligen Ordnung Bekanntschaft – wie sie die Sonne als Quelle allen Lebens anbeteten und alle anderen Formen des Lichts als falsch ansahen. Leona unterlag strengsten Entbehrungen in ihrem Leben, die eisern befolgt werden mussten, aber da sie an die Prophezeiung des Ältesten glaubte, konnte Leona sich in ihrer disziplinierten Umgebung selbst übertreffen. Sie verschlang die Lehren ihres neuen Glaubens wie ein verdurstender Mann, der in einer Wüste endlich frisches Wasser findet. Leona trainierte jeden Tag mit den Kriegern der Solari, den Ra-Horak – einem Titel der Rakkor, der Jünger des Horizonts bedeutet – wodurch sie ihre furchterregenden Fähigkeiten beim Kämpfen mit Klingen bis zur Erhabenheit verbessern konnte. Nach einer Weile übernahm Leona das Kommando über die Ra-Horak und war rund um den Targon als gerechte, hingebungsvolle und, manche würden sogar sagen, begierige Dienerin der Sonne bekannt.

Ihr Pfad änderte sich für immer, als sie dazu auserkoren wurde, ein junges Mitglied der Solari ins Innerste des Tempels zu bringen. Das Haar des Mädchens strahlte im reinsten Weiß und auf ihrer Stirn schimmerte eine Rune. Ihr Name war Diana, eine Unruhestifterin, die Leona gut bekannt war, da sie bei den Ältesten für viel Ärger und Verzweiflung gesorgt hatte. Diana war zuvor monatelang verschwunden und nun zurückgekehrt, gehüllt in aschfahle Rüstung, die in seltsam silbernen Licht funkelte. Diana behauptete, großartige Neuigkeiten mitgebracht zu haben. Es sollte sich um Offenbarungen handeln, die die Solari bis in ihre Grundfesten erschüttern würden, die sie aber nur vor den Ältesten des Tempels offenlegen wollte.

Leona brachte Diana unter Bewachung zu den Ältesten. Ihr Kriegerinstinkt ließ sie spüren, dass mit dem Benehmen des Mädchens etwas nicht stimmte. Vor den Ältesten sprach Diana von den Lunari, einem uralten und geächteten Glauben, der den Mond verehrte, und davon, wie alle Wahrheiten, an den die Solari hingen, unvollständig waren. Sie berichtete von einem Reich jenseits des Berggipfels, einem Ort, an dem Sonne und Mond keine Feinde waren, und wo ihnen neue Wahrheiten einen anderen Blick auf die Welt ermöglichen würden. Leona spürte, wie sich nach Dianas Worten Wut in ihr ansammelte. Als die Ältesten ihre Worte als Blasphemie abtaten, wusste Leona, dass es ihre Klinge sein würde, die das Leben dieser Ketzerin beenden würde.

Leona sah Dianas ungläubige Wut nach der Ablehnung durch die Ältesten, aber noch bevor sie reagieren konnte, stürzte sich das weißhaarige Mädchen nach vorne. Blendendes Licht explodierte von Dianas ausgestreckten Händen aus und Kugeln silbernen Feuers verwandelten die Ältesten augenblicklich zu Asche. Weiße Flammen brandeten in einem Wirbelsturm kalten Blitzes und schleuderten Leona aus der Kammer. Als sie wieder zu sich kam, war Diana verschwunden und die Solari hatten keine Anführer mehr. Während die restlichen Anhänger diesen Angriff auf ihren heiligsten Ort erst noch verarbeiten mussten, wusste Leona, dass es für sie nur einen Weg geben konnte. Sie würde der Ketzerin Diana nachjagen und sie für die Ermordung der Ältesten der Solari vernichten.

Dianas Spur war leicht zu folgen. Die Fußspuren der Ketzerin schimmerten wie Quecksilber in Leonas Augen und führten über die Hänge des Targon nach oben. Leona ließ sich nicht aufhalten und kletterte durch eine Landschaft, die ihr seltsam und unbekannt vorkam. Es fühlte sich so an, als würde sie Pfaden folgen, die bis zu diesem Zeitpunkt nicht existiert hatten. Die Sonne und der Mond zogen verschwommen über ihr vorbei, so als wenn viele Tage und Nächte mit nur einem Atemzug verstrichen. Sie hielt weder zum Trinken noch zum Essen an. Ihre Wut trieb sie weiter an, als es menschenmöglich war.

Irgendwann erreichte Leona den Gipfel des Berges. Sie war außer Atem, erschöpft, am Verhungern und war nur noch von dem Gedanken getrieben, Diana zu bestrafen. Dort ganz oben saß ein Junge mit goldener Haut auf einem Felsen. Es war derselbe Junge, dem sie einst als Kind das Leben gerettet hatte. Hinter ihm brannte der Himmel in flammendem Licht, ein Nordlicht aus unwirklichen Farben und der Andeutung einer majestätischen Stadt aus Gold und Silber. In den geriffelten Türmen und glänzenden Minaretten der Stadt erblickte Leona den Widerhall der ganzen Herrlichkeit des Solari-Tempels und fiel vor Verzückung auf die Knie.

Der Junge mit der goldenen Haut sprach in der alten Sprache der Rakkor mit ihr und erklärte, dass er bis zum heutigen Tage hier auf sie gewartet hatte und dass er hoffte, dass sie nicht zu spät gekommen war. Er streckte ihr seine Hand entgegen, um ihr Wunder und die Gedanken der Götter anzubieten.

Leona hatte sich ihr ganzes Leben noch nie von jemandem abgewendet. Sie nahm die Hand des Jungen und er lächelte dabei und führte sie ins Licht. Eine Säule versengten Lichts stach vom Himmel aus nach unten und umhüllte Leona. Sie fühlte, wie eine außerordentliche Präsenz ihre Gliedmaßen mit entsetzlicher Macht und vergessenem Wissen über die frühsten Epochen der Welt füllte. Ihre Rüstung und Waffen zerfielen in dem kosmischen Feuer zu Staub und wurden wiedergeboren als kunstvoller Brustpanzer, einem Schild goldenen Sonnenlichts und einem Schwert verketteten Morgenlichts.

Die Kriegerin, die vom Berg stieg, sah genauso aus, wie die Kriegerin, die ihn bestieg. In ihrem Inneren hatte sich Leona jedoch verändert. Sie besaß weiterhin ihre Erinnerungen und Gedanken, auch war sie noch Herrin über ihren eigenen Körper. Ein Splitter immenser und unmenschlicher Macht hatte sie jedoch als ihren Wirt ausgesucht. Er verlieh ihr unglaubliche Stärke und entsetzliches Wissen, das ihre Augen heimsuchte und schwer auf ihrer Seele lag. Wissen, das sie nur mit einer einzigen Person teilen konnte.

Mehr denn je war ihr klar, dass sie Diana finden musste.


„"Die Strahlen der Sonne erreichen ganz Runeterra - dies gilt auch für das Antlitz ihrer Championesse."”
— Leona

Zitate

Bei Auswahl: " Die Sonne geht auf."

Sonstige: " Sie werden durchtränkt."

         " Bleibt und kämpft!"
         " Auserwählte der Sonne."
         " Ich darf nicht verlieren."
         " Bleibt auf der Hut."
         " Immer wachsam."
         " Ich werde euch beschützen."
         " Erst müssen sie an mir vorbei."
         " Zu mir!"
         " Ich werde ihre Linien durchbrechen."
         " Die Sonne geht immer wieder auf."
         

Verspottung: " Versuch doch das nächste mal wenigstens eine Delle zu hinterlassen."

Witz: 1. " Ich glaube ich habe einen Nagel abgebrochen. Zum Glück war es aber nicht meiner."

     2. " Starrt mich bloß nicht zu lange an."

Entwicklung

Leona wurde von David 'Volty' Abecassis entworfen.


Der Lichtbringer - Kurzgeschichte

Die Räuber griffen noch vor Morgenanbruch an. Fünfzig hagere Männer in eisernen Kettenhemden, gehüllt in seltsame Felle und stumpfe Äxte. Mit geschwinden Schritten begaben sie sich in die Siedlung am Fuße des Berges. Diese Männer, gefangen zwischen Leben und Tod, hatten jahrelang wie Brüder zusammengekämpft. Sie wurden angeführt von einem Krieger in zerschmettertem Schuppenpanzer, der ein Großschwert mit gewaltiger Klinge mit sich führte. Unter seinem Drachenhelm trug er einen Bart in seinem groben Gesicht, das ein Produkt eines Lebens voller Kriege unter einer Sonne war, die stärker schien als hier.

Die anderen Siedlungen waren leichte Beute für die Männer gewesen, die sich vom Kämpfen entwöhnt hatten. Zu holen gab es nicht besonders viel, aber in diesem fremden Land musste ein Mann mitnehmen, was er kriegen konnte.

Auch in dieser Siedlung würde es nicht anders sein.

Plötzlich flackerte Licht vor ihnen auf, hell schimmerndes Sonnenlicht.

Unmöglich. Der Morgenanbruch dürfte erst in einer Stunde oder mehr stattfinden.

Der Anführer erhob eine schwielige Hand, da er eine einsame Figur sah, die gegenüber der Straße in der Siedlung stand. Er grinste, als er sah, dass es eine Frau war. Endlich etwas, das es auch wert war, geplündert zu werden. Licht entflammte um sie und sein Grinsen verließ seine Lippen, als er näherkam und erkannte, welch kunstvollen Brustpanzer sie trug. Rotbraunes Haar lugte unter ihrem goldenen Diadem hervor und Sonnenlicht glitzerte an ihrem schweren Schild und ihrem Schwert mit langer Klinge. Rotbraunes Haar lugte unter ihrem goldenen Diadem hervor und Sonnenlicht glitzerte an ihrem schweren Schild und ihrem Schwert mit langer Klinge.

Auf der Straße tauchten noch mehr Krieger auf und stellten sich links und rechts neben die Frau. Jeder von ihnen trug eine goldene Rüstung und führte einen langen Speer mit sich.

„Diese Lande stehen unter meinem Schutz”, sagte sie.

Leona erhob ihr Schwert und die zwölf Krieger der Ra-Horak formten mit ihr im Zentrum einen Keil. Sechs Krieger auf jeder Seite schwangen ihre Schilde gleichzeitig auf den Boden. Leona führte eine Vierteldrehung aus und ließ ihr Schild an der Spitze aufkommen. Ihr Schwert glitt durch die Aussparung in der Mitte der dornigen Krone an der Oberseite ihres Schildes.

Sie umgriff den mit Leder überzogenen Griff ihres Schwertes und fühlte, wie eine Welle von Kraft ihren Körper durchzog. Ein unter Spannung stehendes Feuer, das unbedingt freigesetzt werden musste. Leona hielt es in sich und ließ es in ihren Körper sinken. Ihre Augen waren von Glut durchzogen und ihr Herz hämmerte in ihrer Brust. Das Wesen, mit dem sie auf dem Gipfel des Berges in Verbindung getreten war, verlangte danach, diese Männer mit reinigendem Feuer zu verbrennen.

Der mit dem Drachenhelm ist der Schlüssel. Töte ihn und der Rest wird sich verziehen.

Ein Teil in Leona wollte dieser Kraft freien Lauf lassen und diese Männer bis auf ihre Knochen zu Asche verbrennen. Ihre Überfälle hatten Dutzenden von Menschen, die die Lande um den Targon ihr Zuhause nannten, das Leben gekostet. Sie hatten die heiligen Orte der Solari entweiht, Sonnensteine umgestürzt und die Bergbäche mit ihren Exkrementen verpestet.

Drachenhelm lachte und zog sein Großschwert von seinen Schultern, worauf seine Männer sich von ihm wegbewegten. Um mit solch einer riesigen Waffe kämpfen zu können und sie ständig in Bewegung zu halten, brauchte man viel Platz. Er schrie mit kehliger Stimme, die sich eher nach einem Tier anhörte, und seine Krieger brüllten zurück.

Leona stieß heißen Atem aus, als die Räuber auf sie zustürmten. Ihre geflochtenen Bärte waren dabei mit Schaum übersät. Leona ließ das Feuer in ihr Blut und fühlte, wie das uralte Wesen seine Essenz mit der ihren zu Einem werden ließ. Es übertrug seine Sinne auf sie und schenkte ihr eine Wahrnehmungsgabe, die nicht von dieser Welt stammte.

Leona nahm die Zeit langsamer wahr. Sie vernahm das pulsierende Glühen der Herzen ihrer Feinde und hörte den donnernden Paukenschlag ihres Blutes. Sie sah, wie ihre Körper von roten Feuern der Kampfeslust verschleiert waren. Drachenhelm sprang nach vorn und hämmerte mit seinem Schwert wie mit der Faust eines Titanen auf Leonas Schild ein. Der Einschlag war heftig und verbog das Metall. Sie wurde durch ihn um ein gutes Stück nach hinten geworfen. Die Ra-Horak schritten im Gleichschritt mit ihr zurück und hielten den Schildwall aufrecht. Leonas Schild erstrahlte hell und Drachenhelms Fell fing in der gewaltigen Hitze an zu glimmen. Er riss seine Augen vor Verwunderung auf und holte mit seinem kolossalen Schwert zu einem weiteren Schlag aus.

„Haltet stand und stoßt zu!”, schrie sie, während der Rest der Räuber wieder zur Kampflinie zurückkehrte. Goldene Speere stachen durch die Luft und erwischten die erste Linie der Angreifer, die zusammensackten, als ihre Bäuche von dem im Berg geschmiedeten Stahl durchbohrt wurden. Sie wurden unter den Füßen der Krieger hinter ihnen zertrampelt, die jetzt zum Angriff nach vorn rannten.

Der Schildwall bog sich, hielt aber stand. Äxte zerbarsten, Sehnen schwollen und Kehlen grunzten unter der Last des Angriffs. Leona stieß ihr Schwert durch das Genick eines Räubers und halbierte damit seinen Schädel. Er schrie und fiel um, sein Hals füllte sich mit Blut. Sie rammte ihren Schild in das Gesicht des Mannes neben ihm, dessen Schädel durch den Hieb zu Bruch ging.

Die Verteidigungslinie der Ra-Horak wurde zurückgedrängt, als Drachenhelms Schwert wieder auf sie eindrosch. Dieses Mal zersplitterte der Schild des Kriegers neben ihr. Der Mann sackte zu Boden, gespalten vom Nacken bis zum Becken.

Leona gewährte Drachenhelm nicht die Chance, ein drittes Mal zuzuschlagen.

Sie schwang ihr goldenes Schwert in seine Richtung, wobei ein verbranntes Echo der Schneide aus der runenförmigen Klinge erstrahlte. Weißes Feuer ergriff Drachenhelm. Seine Felle und sein Haar entzündeten sich unmittelbar und seine Rüstung brannte sich in sein Fleisch. Er schrie vor entsetzlichem Schmerz und Leona spürte, wie die kosmische Kraft in ihr sich an den Höllenqualen dieses Mannes weidete. Er taumelte nach hinten. Er lebte noch und kreischte, als das Feuer ihm das Fleisch von den Knochen brannte. Seine Männer gerieten ins Wanken, als er als brennender Scheiterhaufen auf seine Knie fiel.

„Auf sie!”, rief Leona, und die Ra-Horak stürmten nach vorn. Kräftige Arme ließen ihre Speerspitzen mit brutaler Effizienz walten. Reinjagen, drehen, rausziehen. Immer und immer wieder, wie die unbarmherzigen Blätter eines Dreschers. Die Räuber drehten sich um und suchten das Weite vor den blutgetränkten Klingen der Ra-Horak, entsetzt vom schlimmen Ende ihres Anführers. Jetzt wollten sie nur noch entkommen.

Wie und warum diese Räuber zum Targon kamen, blieb ein Rätsel. Sie wollten sich sicherlich nicht von der Existenz des Berges überzeugen oder ihn besteigen. Sie waren Krieger, keine Pilger, und würde man sie am Leben lassen, würden sie sich neu gruppieren und wieder morden.

Leona konnte das nicht zulassen und stieß ihr Schwert in die Erde unter ihr. Sie kehrte tief in sich und bediente sich der Macht jenseits des Berges. Die Sonne tauchte hinter seinen höchsten Spitzen auf, als Leona ihre Hand zum Licht stieß.

Sie ging auf ein Knie und schlug ihre Faust auf den Boden.

Und vom Himmel regnete es Sonnenfeuer.


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