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Jax' unerreichte Fähigkeit mit einzigartigen Rüstungen umzugehen sowie sein bissiger Sarkasmus machen ihn zum letzten bekannten Waffenmeister von Icathia. Nachdem sein Heimatland durch seine eigene Selbstüberschätzung, durch die die Leere entfesselt wurde, unterging, schworen sich Jax und die anderen seiner Art, die Überreste zu schützen. Mit dem Aufstieg der Magie in dieser Welt, erhebt sich die schlummernde Gefahr erneut und Jax durchstreift Valoran mit dem letzten Licht Icathias und unterzieht alle Krieger auf seinem Weg einem Test, um zu sehen, ob sie stark genug sind neben ihm zu kämpfen.
„Wer will sich mit dem Champion anlegen?”
— Jax


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Kämpfer Tip

Jax
Der Großmeister der Waffen

Geschichte Bearbeiten

Jax saß im Schneidersitz in der Mitte der Brücke, während seine lange Stangenwaffe auf seinen Knien ruhte. Demacia hatte sich kaum verändert, seit er zum letzten Mal auf diesem Weg gereist war, aber das überraschte ihn nicht. Demacias Bewohner schützten ihre Grenzen eifrig, was sie zu ziemlich ordentlichen Kämpfern gemacht hatte. Naja, jedenfalls manche davon, dachte er und wischte einen Blutfleck von dem leicht glühenden Ende des Laternenpfahls. Er schnipste den Tropfen über die Brüstung in den Fluss unter ihm und griff in sein Gewand, um sein drittes hartgekochtes Ei an diesem Tag hervorzuholen. Er klopfte es auf das Kopfsteinpflaster und pellte es, als er die Krieger am Ende der Brücke hörte, die versuchten zu entscheiden, wer von ihnen ihm als nächstes gegenübertreten sollte.

Jax schob seine Maske nach oben und biss in das Ei. Er holte tief Luft und roch im Wind das sonnengetrocknete Getreide und die frisch gepflügte Erde der Weite des Ackerlandes, das sich in jede Richtung erstreckte. Jax seufzte; einen so friedlichen Ort zu sehen, beschwerte ihm Heimweh nach einem Land, das nicht mehr existierte. Er schüttelte die Erinnerung ab und wusste, dass die Gedanken an Icathia ihn nur ablenken würden. Sein Gewand war schwer, aber die Wärme der Sonne erreichte nicht die gefleckte und seltsam gefärbte Haut darunter. Kein Fleck seines Körpers war sichtbar, was vermutlich auch gut so war. Er war sich nicht einmal mehr sicher, wie seine Haut aussah.

Ein kalter Wind jagte über die schneebedeckten Berge im Norden und ein entfernter Sturm ließ Regen über Felder und Siedlungen am Horizont ergießen. Wo Jax herkam, gab es kaum Wolken und noch weniger Regen. Vielleicht würde der Sturm nach Süden ziehen und die Pflastersteine der Brücke rutschig machen. Das wäre dann wenigstens eine leichte Herausforderung.

Es würde die Sache allerdings auch für seine Gegner schwieriger machen. Und das war vielleicht keine schlechte Sache. Immerhin müsste ein Krieger, der es wert war an seiner Seite im Kampf gegen die Monster zu kämpfen, anpassungsfähig sein. Er hörte das Klappern einer Rüstung und das flüsternde Geräusch einer Klinge, die die Luft durchschnitt.

„Steh auf und schau mich an“, befahl eine starke Stimme.

Jax erhob einen Finger, während er sein Ei fertig aß. Er leckte über seine Lippen und rückte seine Maske wieder zurück auf sein Gesicht, bevor er zu dem Krieger aufblickte, der vor ihm stand. Der Mann war kräftig gebaut mit breiten Schultern und starken Armen. Von Kopf bis Fuß mit einer glänzenden Rüstung aus poliertem Stahl gepanzert, trug er einen zweischneidigen Anderthalbhänder bei sich.

Und er sah so aus, als wüsste er damit umzugehen. Jax stimmte zu.

„Du siehst aus wie ein Mann, der den ganzen Tag Eisenbirken schlagen kann und immer noch Energie für eine Tavernenschlägerei übrig hat“, sagte Jax.

„Ich werde keine Worte an dich verschwenden, Monster“, sagte der Krieger und nahm dieselbe kämpferische Haltung ein, die all die anderen ebenfalls angenommen hatten. Jax seufzte, enttäuscht darüber, dass die Niederlage der fünfzehn Männer vor ihm ihnen nichts beigebracht hatte.

„Monster?“, sagte er und erhob sich mit einer geschmeidigen Bewegung. „Ich könnte dir Monster zeigen, aber ich befürchte, dass du nicht lange genug leben würdest um jemandem zu erzählen, wie ein echtes Monster aussieht.“

Er schwang seinen Laternenpfahl, um seine Schultermuskeln zu lockern. Nicht, dass das nötig gewesen wäre, aber er hatte die letzten vier Stunden immer wieder gekämpft und es könnte seinem Gegenüber das Gefühl einer Chance geben, dieses Duell gewinnen zu können.

„Für Demacia!“, brüllte der Schwertkämpfer und griff ihn mit denselben laschen, vorhersehbaren Schlägen an, die die anderen bereits gemacht hatten. Der Mann war schnell und stark genug, sein Schwert mit einer Hand zu führen. Jax wich dem ersten Schlag seitlich aus, duckte sich vor dem Zweiten und wehrte den Dritten ab. Er wirbelte an der Verteidigung des Schwertkämpfers vorbei und hämmerte mit seinem Ellbogen auf die Seite seines Helmes ein. Das Metall gab nach, und mit einem schmerzerfüllten Grunzen ging der Mann zu Boden. Jax ließ ihm einen Moment, damit sich das Klingeln in seinem Kopf legen konnte. Der Mann riss sich den Helm vom Kopf und warf ihn auf die Brücke.

Seine Schläfe war blutverschmiert, aber Jax war hauptsächlich davon beeindruckt, wie gut er seinen Zorn unter Kontrolle hatte. Demacianer waren schon immer besessen von Disziplin gewesen und Jax war froh, dass sich das nicht geändert hatte. Der Mann atmete lang ein und griff dann wieder mit einer Reihe von sausend schnellen Schnitten an, oben und unten, eine Mischung aus ausholenden Schnitten, schnellen Stößen und Schwüngen auf Kopfhöhe. Jax wehrte sie alle ab. Sein Laternenmast war konstant in Bewegung, parierte die Klinge des Demacianers und teilte schmerzhafte, stechende Gegenschläge auf die Arme und Beine des Mannes aus. Er täuschte nach links an, plazierte seinen Laternenmast nahe der Beine seines Gegners und zog sie ihm blitzschnell weg, wodurch dieser flach auf den Boden befördert wurde. Er stach mit dem Ende seines Mastes in den Bauch des Mannes, sodass dieser wiederholt und verzweifelt um Luft ringen musste.

„Reicht das?“, fragte Jax. „Ich kann mit der anderen Hand kämpfen, wenn es das einfacher macht.“

„Ein Demacianer würde lieber sterben, als Hilfe vom Feind anzunehmen“, sagte der Krieger, der sich torkelnd aufrichtete. Die stoische Fassade des Mannes fiel angesichts Jax’ unverblümten Spottes in sich zusammen, und beim nächsten Angriff wurde seine Wildheit nicht durch Disziplin und Können zurückgehalten. Jax duckte sich unter einem gefährlichen Schlag auf Kopfhöhe hinweg und wechselte zu einer einhändigen Kampfhaltung. Er wirbelte seine Waffe unter das Schwert des Mannes und drehte sein Handgelenk. Kurzerhand wurde der demacianische Krieger entwaffnet und sein Schwert sauste durch die Luft. Mit viel Geschick fing Jax es mit seiner freien Hand auf.

„Nette kleine Waffe“, sagte er, und drehte die Klinge in einer Serie aus meisterhaften Fechtbewegungen. „Leichter als sie aussieht.“

Der Demacianer zog seinen Dolch und stürmte auf Jax zu. Jax schüttelte angesichts seiner Dummheit nur den Kopf. Er warf das Schwert von der Brücke und wich einigen blitzschnellen Stichen aus. Er duckte sich unter einem ausholenden Angriff weg und wurde an seiner Handfläche verletzt. Er nickte in Richtung des Flusses.

„Hoffentlich kannst du schwimmen“, sagte er, drehte sein Handgelenk, hob den gepanzerten Krieger in die Luft und warf ihn über die Brüstung der Brücke. Mit einem kräftigen Platscher fiel der Mann in den Fluss und Jax platzierte seinen Laternenmast auf den Pflastersteinen der Straße.

„Wer ist als nächstes dran?“, fragte er.

„Das wäre dann ich“, sagte eine Frau, die von einem grauen Wallach am anderen Ende der Brücke abstieg. Die Beine ihres Rosses waren in Schweiß getränkt, ihr Umhang staubig von einem langen, turbulenten Ritt. Sie trug eine Brustplatte aus Silberstahl, und ein Schwert mit einer langen Klinge an der Hüfte.

Vorbei an den Männern am anderen Ende der Brücke ging sie auf Jax zu. Sie bewegte sich mit perfekt ausbalancierten Schritten, die auf ihr Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten schließen ließen. Ihr Gesicht war kantig und vornehm, ihre Haare schwarz mit dunkelroten Strähnen. Ihre Augen waren kalt und ohne jede Gnade. Sie versprachen nur den Tod.

„Wer bist du?“, fragte Jax neugierig.

„Ich bin Fiora aus dem Hause Laurent“, antwortete sie. Daraufhin zog sie ihre Waffe, einen Duellsäbel, dessen Glanz auf vollkommene Schärfe hindeutete. „Und das hier ist meine Brücke.“

Jax grinste unter seiner Maske.

Endlich ein würdiger Gegner!

Es ist selten der Fall, dass ein Champion mehr nach den Taten beurteilt wird, die er nach dem Beitritt in die Liga der Legenden vollbracht hat, als nach denen vor dieser Zeit. Bei Jax aber, von dem man wohl sagen könnte, dass er der produktivste Wettkämpfer an der Kriegsakademie ist, ist es so. Bevor er der Liga beitrat, war Jax ein gewöhnlicher Söldner. Aus Gründen, die nur dem vormaligen Anführer der Liga, dem Hohen Rat Reginald Ashram, bekannt sind, wurde Jax an die Spitze der Liste der Kandidaten gesetzt, die sich einer Beurteilung durch die Liga unterziehen mussten - dem Befragungsprozess, der über Aufnahme oder Ablehnung des zukünftigen Champions entscheidet. Seine Beurteilung war die kürzeste in der Geschichte der Liga, in deren Verlauf das Portal der Anerkennung glühte und im selben Moment aufschwang, in dem sie begann. Jax musste sich während seiner Beurteilung weder einer aufgezeichneten Beobachtung noch Betrachtung stellen.

Jax stellte sich augenblicklich als Schrecken der Richtfelder heraus. Der selbsternannte „Waffenmeister der Liga“ hat eine Siegesserie hingelegt, die bis heute unübertroffen ist. Eine Reihe von Beschwörern in der Liga begann sich darum zu sorgen, dass die anerkannte Objektivität der Liga der Legenden durch einen unbekannten, unbesiegbaren Kämpfer in Frage gestellt werden würde. Aus diesem Grund erlegte der neue Anführer der Liga (der nach Reginald Ashrams Verschwinden an seine Stelle trat) Jax bestimmte Auflagen, unter denen er nun kämpfen sollte, auf. Dies war etwas, das die Liga nie zuvor getan hatte und seitdem auch nie wieder getan hat. Aus Protest stellte der stämmige Kämpfer daraufhin seine eigenen Gebote auf - er darf als einzige Waffe eine Messinglaterne benutzen. Weder die Auflagen der Liga noch seine eigenen schadeten seiner Siegesserie in irgendeiner Weise. Die Liga hat deshalb ihre Sanktionen aufgehoben, Jax jedoch seine eigenen nicht. Bis heute kämpft er mit seiner treuen Messinglaterne, und das ausgesprochen gut.

„„Sei gewarnt - es gibt eine beachtliche Zunahme an Laternen-förmigen Verletzungen in der Liga der Legenden.“”
— Gragas StandardSquare Gragas

QuellenBearbeiten

https://universe.leagueoflegends.com/de_DE/champion/jax/

Champion Hintergrund Strategie Skins & Trivia